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Medien & TV „Fire Emblem: Awakening“ im Test
Nachrichten Medien & TV „Fire Emblem: Awakening“ im Test
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11:04 27.04.2013
Die Präsentation von "Fire Emblem: Awakening" zählt zum besten, was es auf dem Nintendo 3DS zu sehen gibt. Quelle: Nintendo
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Hannover

Es herrscht Krieg im beschaulichen Kontinent Ylisse: Die Plegianer wollen Königin Emmeryn entthronen, das sagenumwobene Fire Emblem der Herrscherfamilie stehlen – und zu allem Überfluss machen Untote und Drachen das Land unsicher. Was nach martialischer „Herr der Ringe“-Inszenierung klingt, ist bei „Fire Emblem: Awakening“ aber im recht harmlosen Anime-Stil in Szene gesetzt. Die Handlung wird dabei in Trickfilmsequenzen erzählt, die dank der hervorragenden Präsentation und des 3-D-Effekts in keinem „Fire Emblem“-Vorgänger besser ausgesehen hat. Doch wichtiger als die Story sind bei der Strategiespielreihe die Taktikkämpfe – und da gibt es im neuesten Ableger einige Veränderungen.

Das grundlegende Spielprinzip wurde behutsam erweitert. Wie üblich wird auch bei „Fire Emblem: Awakening“ auf einem in Quadrate unterteilen Schlachtfeld rundenweise gekämpft. Die Anzahl der Kämpfer ist dabei überschaubar, es werden jedoch erneut viele verschiedenen Klassen eingesetzt: Neben Rittern, Bogenschützen und Magiern gibt es unter anderem auch berittene Einheiten, Heiler und Diebe. Nach erfolgreichen Duellen mit den Gegnern erhalten die Einheiten Erfahrungspunkte und steigen im Level auf. Beim Maximallevel 20 können die Figuren zu einer stärkeren Klasse aufsteigen – so wird aus einem Kavalier etwa ein Paladin. Neu ist bei „Fire Emblem: Awakening“, dass jeder Charakter ab Level 10 in eine andere Klasse wechseln darf. Dabei behält er auch seine bisher erworbenen Fähigkeiten. So kann ein Kämpfer im Verlauf des Spiels lernen, wie er als Dieb Schlösser knackt.

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Den Duellen liegt erneut ein Kampfsystem im Stein-Schere-Papier-Prinzip zu Grunde: Schwerter haben Vorteile gegen Äxte, sind aber schwach gegen Lanzen. Dazu kommen magische Zaubersprüche und die Fernkampfeinheiten. Die Schlachten spielen sich durch die zahlreichen taktischen Möglichkeiten abwechslungsreich und anspruchsvoll – sie sind einfach zu verstehen, aber schwierig zu meistern.

Eine weitere Neuerung ist der Ausbau des Beziehungssystems. Kämpfen zwei Einheiten direkt nebeneinander, unterstützen sie sich gegenseitig in der Schlacht und verbessern so ihre Freundschaft. Erreichen ein männlicher und ein weiblicher Charakter so das höchste Beziehungslevel, können sie heiraten und Nachwuchs bekommen. Die Kinder erhalten die Fähigkeiten ihrer Eltern und können später auch rekrutiert werden. Wer mit den Klassen und Beziehungsleveln viel experimentieren will, wird zahlreiche Stunden mit "Fire Emblem: Awakening" beschäftigt sein – immerhin nimmt allein die Kampagne Dutzende Stunden in Anspruch, dazu kommen zufällige Kämpfe, Nebenquests und herunterladbare Karten.

Dazu wurde in „Fire Emblem: Awakening“ der Schwierigkeitsgrad etwas gesenkt. War es in bisherigen Teilen der Serie üblich, dass gefallene Charaktere unweigerlich verloren sind, lässt sich nun einstellen, dass sie nach der Schlacht in der Kaserne auf den nächsten Einsatz warten.

Dank der Verbesserungen bei der Präsentation und im Gameplay ist „Fire Emblem: Awakening“ der beste Teil der Strategiespielreihe. Nintendo-Fans, die sich noch keinen 3DS zugelegt haben, bekommen damit neben „Super Mario 3D Land“, „Professor Layton und die Maske der Wunder“ und „The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D“ einen weiteren Kaufgrund hinzu.

„Fire Emblem: Awakening“ gibt es für den Nintendo 3DS. Es ist ab zwölf Jahren freigegeben und kostet etwa 40 Euro.

jhf

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