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Medien & TV Fünfte Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ startet am Donnerstag
Nachrichten Medien & TV Fünfte Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ startet am Donnerstag
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19:34 03.03.2010
Von Hannah Suppa
Trotz Kritik bei den Fans immer noch umjubelt: Heidi Klum mit Modefotograf Kristian Schuller (links) und Qualid „Q“ Ladraa, bis vor Kurzem Marketingdirektor bei „Ed Hardy“. Sie sind die neuen Juroren an Klums Seite. Quelle: PRO7
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Es ist schwer, Heidi Klum in diesen Tagen zu ignorieren: Im Zeitschriftenladen lächelt das deutsche Vorzeigemodel von etlichen Magazintitelseiten, an der Litfaßsäule räkelt es sich im engen Lederdress, und auf seinem Heimatsender PRO7 zählt es in jeder Werbeunterbrechung den Countdown bis zum Start der fünften Staffel seiner Erfolgs-Modelquälerei „Germany’s Next Topmodel“. Am Donnerstag beginnt die neue Suche nach den Erbinnen von Lena, Barbara, Jennifer und Sara.

Und auch wenn das Management ein Staatsgeheimnis daraus macht; um zu wissen, was in den nächsten Wochen auf dem Bildschirm zu sehen sein wird, muss man kein Hellseher sein: Sicherlich wird es hübsche Mädchen geben, es wird eine „Ehrgeizige“ dabei sein, bestimmt auch eine, der die Rolle „Zicke“ zugeschrieben wird. Im Casting werden einige Möchtegern-Beautys und ihre Fehltritte auf High Heels belächelt werden. Es werden Tränen fließen, aus Freude und aus Enttäuschung, junge Frauen werden sich in den Armen liegen und sich „ewige Freundschaft“ schwören. Klum wird von „großen Chancen“ und „Disziplin“ reden, und am Ende – da gibt es Gewinner: das neue „Topmodel“ und Heidis Werbepartner. So war es die letzten vier Male, und so wird es auch diesmal sein.

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Doch damit nicht alles zu vorhersehbar ist, hat Model-Mama Klum zumindest die Akteure im Drehbuch ausgetauscht: In der Jury sitzen nun nicht mehr Modelagent Peyman Amin und der deutsche Castingagent mit dem französischen Akzent, Rolf Scheider. Die Geschassten reagierten vergrämt: „Streng“ und „dominant“ sei Klum, sagte Scheider nach Bekanntwerden der Änderungen der „Bild“-Zeitung. „Ganz einfach: Sie ist mehr Manager als Model.“ Auch Peyman Amin, der nach eigenen Angaben einen Vertrag über weitere Staffeln unterschrieben hatte, war überrascht.

An der Seite von Klum sitzen künftig Modefotograf Kristian Schuller und „Q“. „Q“ heißt eigentlich Qualid Ladraa und ist laut „Bunte“ der „Strippenzieher von Hollywood“. Zumindest arbeitete er bis vor Kurzem als Marketingdirektor beim Kultlabel „Ed Hardy“. Beide neuen Jury-Mitglieder tauchten schon in vorherigen Staffeln als Requisite auf. Jetzt dürfen sie in die zweite Reihe aufrücken – die erste bleibt Heidi Klum vorbehalten. Die scheint keinen Star neben sich zu dulden – vielleicht mussten deswegen erst Bruce Darnell nach Staffel zwei und nun Scheider und Amin gehen. Alle drei hatten im Laufe der Sendungen an Beliebtheit gewonnen – während Klum als rigide Jurorin zunehmend kritisiert wurde. Amin durfte mit der Sendung „Die Model-WG“ (PRO7) immerhin ehemalige Heidi-Mädchen vermarkten.

Das Image der Sauberfrau Heidi Klum bröckelt. Die ehemaligen Kandidatinnen Fiona Erdmann (Vierte in der zweiten Staffel) und Hana Nitsche (Dritte der zweiten Staffel) haben sich aus ihren Verträgen geklagt. Laut Medienberichten müssen die Kandidatinnen auch im dritten Jahr nach der Sendung einen Teil der Einnahmen abgeben. „Meine Verträge mit meinen Modelagenturen jetzt sind wesentlich offener, binden mich nicht so sehr ein, und wir haben faire Provisionssätze vereinbart – die auch branchenüblich sind. Die Inhalte der Verträge unterscheiden sich schon sehr zu denen aus ,GNTM’-Zeiten“, sagt Exkandidatin Hana Nitsche.

Trotz Kritik, Gerüchten um Knebelverträge und der Aussicht, kein „internationales Topmodel“, sondern Werbeträger für Heidi-Klum-Produkte zu werden, haben sich auch für die aktuelle Staffel Tausende Frauen beworben. Auch die Quote hat sich von Staffel zu Staffel verbessert. Sie lag zuletzt bei 3,8 Millionen Zuschauern – ein Marktanteil von 13,1 Prozent in allen Altersgruppen. Beim einzigen deutschen Casting im Kölner Palladium haben sich 2000 Mädchen dem „GNTM“-Team vorgestellt. An Selbstbewusstsein mangelt es dem Nachwuchs nicht: „Für mich machen Ausdruck, Persönlichkeit, Figur und die Größe ein Topmodel aus – und das bringe ich mit“, sagt die 21-jährige Isabelle. Miriam aus Wesel gibt sich kampfeslustig: „Wenn Heidi mich mitnimmt, hoffe ich, dass die Shootings noch härter, noch schneller und noch heißer werden. Also überall einen ,Tacken‘ draufsetzen.“ Damit könnte sie richtig liegen.

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