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Medien & TV MDR-Intendant weist Bericht über Fehlspekulationen zurück
Nachrichten Medien & TV MDR-Intendant weist Bericht über Fehlspekulationen zurück
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21:36 16.04.2009
Quelle: Peter Endig/ddp
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Der MDR habe gar nichts verloren und auch nicht in riskante Wertpapiere investiert.

Die „Bild“-Zeitung hatte unter Berufung auf einen Bericht des Landesrechnungshofs für den sächsischen Landtag gemeldet, der MDR habe Finanzrücklagen in großem Stil in riskante Wertpapiere investiert und damit möglicherweise Millionen verloren. Wegen dramatischer Kursverluste sei der Wert der Rücklagen von knapp 625 Millionen Euro Ende 2000 auf knapp 465 Millionen Euro Ende 2002 gesunken.

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Reiter sagte, es seien einzelne Sätze aus dem Rechnungshofbericht herausgegriffen und in falschem Zusammenhang dargestellt worden. Geprüft worden sei die Anlagepolitik in den Jahren 2001 bis 2005. Der Rechnungshof habe im Ergebnis festgestellt, dass der MDR in dieser Zeit überaus erfolgreich mit seinen Finanzanlagen gewesen sei.

Zum Vorwurf, der öffentlich-rechtliche Sender habe zu viele risikobehaftete Papiere in diesen Fonds, sagte Reiter: „Unsere Richtlinie ist, dass wir 35 Prozent Aktien und nicht mehr haben.“ Allerdings gebe es Papiere, bei denen strittig sei, ob sie zu den Aktien gezählt werden oder nicht. „Wir zählen sie nicht dazu, der Rechnungshof ja“, sagte Reiter. Der MDR werde seine Richtlinien überarbeiten, so dass hier keine Missverständnisse mehr auftreten könnten.

ddp