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18:06 25.01.2014
Nach einer turbulenten Woche moderier Markus Lanz heute "Wetten, dass...?" – und steht dabei noch mehr im Rampenlicht als ohnehin. Quelle: ZDF / dpa
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Hannover

ZDF-Entertainer Markus Lanz meldet sich heute Abend mit der ersten "Wetten, dass..?"-Ausgabe dieses Jahres aus Karlsruhe. Der 44-Jährige empfängt unter anderen Hollywood-Schauspieler Liam Neeson, den ZDF-"Bergdoktor" Hans Sigl, den Komiker Atze Schröder, die Schauspielerin Yvonne Catterfeld sowie den Fußballnationalspieler Max Kruse (Borussia Mönchengladbach). Die musikalischen Gäste sind Peter Maffay und James Blunt.

Aber noch mehr als seine Stargäste auf dem Sofa wird wohl der Moderator selbst von allen Seiten aufmerksam beobachtet werden. Denn diese Woche war alles andere als eine gewöhnliche für Lanz: Nach seiner Talkshow-Ausgabe, in der die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht zu Gast war, hagelte es massive Kritik. Nach der "Markus Lanz"-Ausgabe vom 16. Januar im ZDF hatte eine Zuschauerin gar eine Online-Petition gegen den Talkmaster gestartet. Diese Aktion im Internet unter dem Motto "Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr!" hatten bis Freitagmorgen über 160.000 Menschen unterschrieben.

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Nach seiner Talkshow-Ausgabe, in der die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht zu Gast war, hagelte es massive Kritik. Quelle: ZDF / dpa

Später entschuldigte sich der Moderator für sein Vorgehen. "Wenn das energische Nachfragen zu rustikal und sogar persönlich war, dann bedaure ich das", sagte Markus Lanz dem Branchendienst DWDL. Dies habe er Wagenknecht bereits in einem längeren Telefonat gesagt, zitierte ihn der Dienst. Zuvor hatte sich sogar das ZDF offiziell bei der Politikerin entschuldigt.

Nach dem Eindruck seiner Kritiker hatte Lanz die Politikerin in der Sendung immer wieder abrupt unterbrochen. Der Journalist Hans-Ulrich Jörges sprang ihm dabei als Gast der Sendung zur Seite. "Allein durch die Konstellation - also, eine Frau gegen zwei Männer - entstand zwangsläufig der Eindruck: Das ist jetzt unfair. Weil aber Frau Wagenknecht jemand ist, der sich sehr kraftvoll wehren kann und das auch tat, habe ich das in diesem Moment nicht so eingeschätzt. Mein Fehler", sagte Lanz. Er werde daraus lernen.

dpa/mic

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