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Medien & TV Mutmaßlicher Kinox.to-Drahtzieher vor Gericht
Nachrichten Medien & TV Mutmaßlicher Kinox.to-Drahtzieher vor Gericht
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09:33 29.10.2015
Das Portal ist bis heute am Netz und streamt aktuelle Filme. Die Ermittler konnten es bisher nicht abschalten, weil ihnen die Zugangscodes fehlen.
Das Portal ist bis heute am Netz und streamt aktuelle Filme. Die Ermittler konnten es bisher nicht abschalten, weil ihnen die Zugangscodes fehlen. Quelle: Screenshot/M
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Leipzig

Zum ersten Mal steht ein mutmaßlicher Mitbetreiber der Raubkopien-Plattform Kinox.to in Leipzig vor Gericht. Die Anklage wirft dem 29 Jahre alten Mann gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzung in mehr als 767 000 Fällen vor. Zudem ist er wegen Nötigung, Computersabotage und Steuerhinterziehung angeklagt, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Dresden sagte. Der Prozess beginnt am Freitag vor dem Leipziger Landgericht. 

Das illegale Streaming-Portal Kinox.to stellt seit Jahren Hunderttausende Raubkopien von aktuellen Kinofilmen und Serien online. Es ist ein Nachfolgeportal des 2011 aufgeflogenen und abgeschalteten Kino.to. Letzteres war von Leipzig aus gegründet und betrieben worden. Mehrere Beteiligte, darunter der Leipziger Gründer sowie sein Chefprogrammierer wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Zuletzt erhielten vor zwei Wochen noch zwei Helfer Bewährungsstrafen. 

Jetzt beschäftigt der Nachfolger Kinox.to die sächsische Justiz, auch wenn die Tatverdächtigen selbst nicht aus der Region stammen. Das Portal ist bis heute am Netz und streamt aktuelle Filme. Die Ermittler konnten es bisher nicht abschalten, weil ihnen die Zugangscodes fehlen.

Der jetzt angeklagte 29-Jährige und ein weiterer Verdächtiger waren bei einer Razzia vor einem Jahr festgenommen worden. Zwei weitere mutmaßliche Köpfe hinter dem Raubkopien-Portal sind weiterhin auf der Flucht. Zu den 22 und 26 Jahre alten Brüdern gebe es weiterhin keine heiße Spur, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Die Männer gelten als gewaltbereit und werden mit internationalem Haftbefehl gesucht.

dpa

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