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Medien & TV Von Storch provoziert mit "Grüßen aus Brüssel"
Nachrichten Medien & TV Von Storch provoziert mit "Grüßen aus Brüssel"
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20:36 22.03.2016
"Viele Grüße aus Brüssel": Foto: Die Bildcombo zeigt AfD-Politikerin Beatrix von Storch und ihr Facebook-Posting, auf das viele Menschen empört reagierten. Quelle: dpa/Beatrix vomn Storch/Facebook
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Brüssel

Kurz nach den Anschlägen, um 10.34 Uhr, kommentierte Beatrix von Storch (44) den Terror auf ihre ganz eigene Art. "Viele Grüße aus Brüssel", schreibt die Europaabgeordnete und AfD-Vize auf Facebook und Twitter. "Wir haben soeben das Parlament verlassen. Hubschrauber kreisen. Militär rückt an. Sirenen überall. Offenbar viele Tote am Flughafen und am Zentralbahnhof. Hat aber alles nix mit nix zu tun."

Wähler schämt sich für Beatrix von Storch

Damit spielt von Storch auf die in rechtsnationalen Kreisen gepflegte Theorie an, man dürfe nicht aussprechen, dass islamistischer Terror mit dem Islam zu tun habe. Viele wunderten sich über so viel Kälte in einem für so viele Menschen katastrophalen Moment. "Abartig", lautete einer der Kommentare. Ein anderer: "Typisch von Storch. Keine Anteilnahme."

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Einige wandten sich direkt an die Politikerin: "Sie sind so widerlich", schrieb Cansu Özdemir auf Twitter. Ein Nutzer schimpfte auf Facebook: "Muss ich mich schämen das ich sie gewählt habe? Halten sie einfach ihren Mund, das wäre besser!
Solche leute wie Sie beschmutzen nur ihre partei!"

Lengsfeld gibt Merkel die Schuld – angelich aus Versehen

Aber nicht nur von Storch veröffentlichte am Dienstag krude Thesen auf Twitter, sondern auch Vera Lengsfeld (63). Die die frühere CDU-Bundestagsabgeordnete gab Angela Merkel die Schuld an den Anschlägen. Die Bundeskanzlerin habe "alles dafür getan, dass der Terror in Europa Fuß fassen kann", schrieb sie auf Facebook. "Lasst uns Angela Merkel feiern, sie hat es geschafft!"

Später löschte Lengsfeld ihren Post und distanzierte sich davon. Sie habe einen Artikel einer Zeitung verlinken wollen und dabei aus Versehen den Kommenatr eines anderen Nutzers übernommen, sagte Lengsfeld dem "Tagesspiegel".

RND