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Medien & TV Nannen-Preise stehen im Zeichen der NSA-Affäre
Nachrichten Medien & TV Nannen-Preise stehen im Zeichen der NSA-Affäre
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22:53 18.05.2014
Özlem Gezer wude für ihre Gurlitt-Reportage ausgezeichnet. Quelle: Özlem Gezer wude für ihre Gurlitt-Reportage ausgezeichnet.
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Hamburg

„Guter Journalismus ist grundsätzlich für das Funktionieren unserer Gesellschaft“, sagte Gruner+Jahr-Vorstandschefin Julia Jäkel bei der Verleihung. Ohne ihn wäre Demokratie nicht denkbar. Die mit insgesamt 35 000 Euro dotierten Nannen-Preise in mehreren journalistischen Kategorien erinnern an den Gründer des Magazins „stern“, Henri Nannen (1913–1996), das von G+J herausgegeben wird.

Die beste investigative Leistung erbrachte nach Auffassung der Jury ein Journalistenteam des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ und von „Spiegel Online“: Im Zuge der NSA-Geheimdienstaffäre deckten sie das Abhören des Handys von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf. Eine Rechercheleistung „von weltpolitischer Dimension“. Mit den Preisträgern kam Laura Poitras auf die Bühne. Sie war an der Erstveröffentlichung von Dokumenten über die Arbeit des US-Geheimdienstes NSA beteiligt gewesen, wovon auch „Der Spiegel“ profitierte. Der zugeschaltete frühere US-Geheimdienstler Edward Snowden lobte Poitras’ Einsatz, ihre „riskante und gefährliche Arbeit“. Ihr Mut habe eine offenere, verantwortlichere Welt gebracht, meinte Snowden. „Es ist ein Schritt zu einer Gesellschaft jenseits des Terrors.“

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In der journalistischen Königsdisziplin Reportage siegte das Psychogramm des Münchener Kunstsammlers Cornelius Gurlitt, verfasst von der „Spiegel“-Journalistin Özlem Gezer. Der zurückgezogen lebende Mann hatte Gezer als einziger Journalistin Einblick in sein Leben gewährt.

von Almut Kipp

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