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Medien & TV „Teen Wolf“ spielt mit den Klischees
Nachrichten Medien & TV „Teen Wolf“ spielt mit den Klischees
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10:22 26.07.2013
Die „Teen Wolf“-Crew mit Lydia Martin (Holland Roden), Jackson Whittemore (Colton Haynes), Stiles (Dylan O’Brien), Allison Argent (Crystal Reed), Scott McCall (Tyler Posey) und Derek Hale (Tyler Hoechlin).
Und jetzt alle mal bitte ganz böse gucken: Die „Teen Wolf“-Crew mit (v. l. n. r.) Lydia Martin (Holland Roden), Jackson Whittemore (Colton Haynes), Stiles (Dylan O’Brien), Allison Argent (Crystal Reed), Scott McCall (Tyler Posey) und Derek Hale (Tyler Hoechlin). Quelle: RTL II
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Er wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet – unter anderem als „Beste Jugendserie“ 2012 und 2013 –, und Hauptdarsteller Tyler Posey (21) ist inzwischen ein gefragter „Teeniestar“. Werwölfe sind nun einmal sehr beliebt. Wenn sie ihre nicht animalischen Mitmenschen nicht gerade bei Vollmond mit Reißzähnen, Klauen und struppigem Fell irritieren.

Ansonsten besitzen diese ungewöhnlichen Mensch-Tier-Wesen ein außergewöhnliches Gehör, einen irrwitzig guten Geruchssinn und physische Kräfte, von denen andere Zeitgenossen nur träumen können. Und es wundert kaum, dass besonders Jugendliche, die gerade auf der Suche nach ihrer Identität sind, gern mal für einige Zeit solch ein toller Werwolf wären – was wohl auch ein Grund ist für die noch immer nicht abflauende Werwolf-Vampir-Welle rund um Stephenie Meyers „Twilight“-Reihe. Doch der Trend ist älter. Besonders ein Film aus dem Jahre 1985 hat unser modernes und eher freundliches Bild vom Werwolf geprägt: die US-Fantasykomödie „Teen Wolf“. Darin verwandelt sich ein 17-jähriger Schüler, der damals von Michael J. Fox verkörpert wurde, plötzlich in einen Werwolf. Durch seine übernatürlichen Kräfte wird er schließlich zum Basketball-Star an seiner Schule und erobert das Herz seiner Traumfrau. Dieser Film, der in den USA die für damalige Zeiten hohe Summe von 33 Millionen Dollar eingespielt hat, diente nun als Vorbild für die von MTV in Auftrag gegebene neue Jugendserie „Teen Wolf“.

Ganz ähnlich wie im Kinofilm steht ein Schüler im Mittelpunkt: der Nerd Scott, der an seiner Highschool ein Außenseiter ist. Eines Nachts wird er in einem finsteren Wald von einem wolfsähnlichen Geschöpf gebissen. Und bereits kurz danach entdeckt er plötzlich ungewöhnliche Kräfte an sich, die ihn dann schlagartig auch zum Star seines Lacrosse-Teams (ein in Nordamerika beliebtes Ballspiel) machen. Zudem verliebt sich prompt die Highschool-Schönheit Allison (Crystal Reed) in die neue Sportskanone, die natürlich durch den nächtlichen Biss längst ein Werwolf geworden ist. Was allerdings keiner weiß oder ahnt – außer seinem besten Freund Stiles (Dylan O’Brien).

Alles ist also eigentlich in bester Ordnung, doch so ein Werwolfdasein hat leider auch seine Schattenseiten. Denn immer, wenn sich der Teenie gar fürchterlich erregt oder schlimm wütend wird, droht ihm die sofortige Verwandlung in einen Wolf. Scotts dunkles Geheimnis würde daher auffliegen. Und das könnte für ihn natürlich böse Folgen haben.

Besonders für Jugendliche und Junggebliebene ist die Serie ein sehenswerter TV-Spaß. Bietet sie doch eine perfekte Mischung aus Jugenddrama, Liebesromanze und Fantasy-Abenteuer. Auch die Spezialeffekte sind recht ansehnlich. Und die Darsteller beherrschen ihren Job. Ältere Zuschauer werden sich dagegen wohl ein wenig stören an den verwendeten Klischees, die bei einer Highschool-Story wohl leider unausweichlich sind. Gleichwohl sollten sie es in dieser ziemlich verödeten Fernsehzeit ruhig mal mit diesem „Teen Wolf“ versuchen.

Ernst Corinth

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