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22:16 20.05.2014
Von Imre Grimm
Zurück im TV: Robin Williams an der Seite von Sarah Michelle Gellar. Quelle: Pro7
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Das Fernsehen, sagen nicht nur die Fernsehtypen, ist das neue Kino. Aus Hollywood kommen kaum mehr als überdrehte Beziehungskomödien und Actionfortsetzungen. Die TV-Studios dagegen liefern massenkompatible Qualität – willkommen im „Golden Age of Television“. Sicheres Indiz für den Wandel: Selbst Superstars – von Kevin Spacey in „House of Cards“ bis John Malkovich im neuen NBC-Zehnteiler „Crossbones“ – sind sich nicht mehr zu fein für den (gar nicht mehr so) kleinen Bildschirm.

Jetzt zieht es einen weiteren der ganz Großen zurück in die Arme von Mutter Fernsehen: Robin Williams ist 40 Jahre nach seinem TV-Durchbruch als „Mork vom Ork“ („Happy Days“) von heute an (21.15 Uhr) bei Pro7 in der CBS-Sitcom „The Crazy Ones“ zu sehen – als abgewrackter Werbemanager mit Drogen- und Eheproblemen (ja, die Selbstironie!) sowie bildschöner Tochter („Buffy“-Star Sarah Michelle Gellar). Der Titel spielt auf den legendären Apple-Werbespot von 1997 an („Here’s to the crazy ones ...“). Da schließt sich ein Kreis. Vom Improvisationsgenie und TV-Komiker zum Oscar für „Good Will Hunting“ (1997) – und zurück?

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Es ist lange her, seit Williams, der einstige Brachialkomiker, in „Der Club der toten Dichter“ (1989) überraschend ernsthaft auf einen Tisch stieg, als Lehrer mit Herz und Anliegen. Große Kinohits pflastern seinen Weg, von „Good Morning, Vietnam“ (1987) bis „Mrs. Doubtfire“ (1993). Aber alter Kinoruhm nützt nicht immer. Gerade erst hat NBC nach nur einer Staffel die „Michael J. Fox Show“ gestoppt. Und auch „The Crazy Ones“ erlebte nur eine Staffel. Das Fernsehen schafft sich inzwischen eben seine eigenen Helden – siehe Bryan Cranston („Breaking Bad“) oder Benedict Cumberbatch („Sherlock“).

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