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Medien & TV SAT.1 verfilmt Aufstieg und Fall von Christian Wulff
Nachrichten Medien & TV SAT.1 verfilmt Aufstieg und Fall von Christian Wulff
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12:42 26.03.2013
Derzeit hofft Hofmanns Produktionsfirma Dreamworx auf Kai Wiesinger (rechts) in der Rolle als Christian Wulff. Quelle: dpa (Archiv)
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Hannover

Anders als „Der Minister“ wird es aber keine Satire, sondern ein Doku-Drama über Christian Wulffs Zeit als Bundespräsident, die am 17. Februar 2012 mit seinem Rücktritt endete. Bereits im September 2012 hatte Produzent Hofmann über einen Wulff-Film gesprochen. Damals hieß es aber, es gehe um die Biografie von Bettina Wulff, „Jenseits des Protokolls“. Als Traumbesetzung der inzwischen von ihrem Mann getrennt lebenden Präsidentengattin aus Burgwedel nannte Hofmann damals Silke Bodenbender. Er wollte zudem eng mit der Porträtierten zusammenarbeiten, da nur so ein Film möglich sei.

Diese Pläne allerdings hat Hofmann nun verworfen. Stattdessen soll der Fernsehfilm nun auf dem Buch „Affäre Wulff“ der „Bild“-Journalisten Martin Heidemanns und Nikolaus Harbusch basieren. Auch die Besetzungswünsche haben sich geändert. Derzeit hofft Hofmanns Produktionsfirma Dreamworx auf Kai Wiesinger als Christian und Anja Kling als Bettina Wulff. Am Drehbuch arbeitet der Grimme-Preis-Träger Thomas Schadt.

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Der „Bild“-Zeitung erklärte Hofmann, dass sich die „Affäre Wulff“ wie ein Krimi lese. Er sei begeistert von der Dramaturgie. In der Tat taugen Aufstieg und Sturz des einst beliebtesten Politikers des Landes durchaus zur großen Erzählung: die monatelange Affäre um den Hauskredit und andere angebliche Gefälligkeiten, die so unhaltbaren wie hartnäckigen Gerüchte um eine angebliche Rotlichtvergangenheit seiner Frau und schließlich der Rücktritt samt strafrechtlicher Ermittlungen.

Auch deswegen soll der Film eben keine zweite Satire werden – Wulff eignet sich besser zum Drama. Womöglich fürchtet Hofmann aber auch den selbst aufgebauten Erfolgsdruck. „Der Minister“ bekam viele positive Kritiken, 4,44 Millionen Zuschauer schalteten ein. In einem Programmumfeld wie beim Privatsender SAT.1, das als politjournalistisches Brachland bezeichnet werden kann, war das eine außerordentliche Leistung. Mit einer zweiten Satire innerhalb kurzer Zeit könnte sich Hofmann aber schnell den eigenen Erfolg zerstören, sollte er ihn nicht wiederholen können.

Drehbuchautor Schadt versteht sich auf den Umgang mit politischen Biografien, er schrieb auch das Doku-Drama „Der Mann aus der Pfalz“ über Helmut Kohl und die Doku-Serie „Das Bundeskanzleramt“. Hofmann feierte zuletzt als Produzent des Dreiteilers „Unsere Mütter, unsere Väter“ einen beachtlichen Erfolg.

Sebastian Scherer

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