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Medien & TV Starinvestor Warren Buffett startet Twitter-Account
Nachrichten Medien & TV Starinvestor Warren Buffett startet Twitter-Account
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09:32 04.05.2013
Von Frerk Schenker
Zwitschert neuerdings: Warren Buffett.
Zwitschert neuerdings: Warren Buffett. Quelle: dpa
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Hannover

Eine kleine Sensation, wird dem 82-Jährigen doch eine ausgeprägte Abneigung gegen die modernen Formen der Kommunikation nachgesagt. In seinem Büro, so unkt man, stehe nicht einmal ein Computer.

Und jetzt also Twitter. Auf Einladung des US-Magazins „Fortune“ machte der Starinvestor eine Ausnahme und setzte während einer Diskussion zum Thema Frauen in der Arbeitswelt seine erste Twitter-Botschaft ab. Mit durchschlagendem Erfolg: Nach zwei Tagen hat Buffett schon fast 350.000 Fans, sogenannte Follower, gesammelt – und das mit nur wenigen Worten. „Der Mann versteht wirklich was von Return of Invest“, twitterte ein Nutzer anerkennend.

Der ein oder andere Börsianer dürfte indes etwas sorgenvoller auf @WarrenBuffett blicken. Der 82-Jährige ist schließlich nicht irgendwer, sondern   eine Legende unter den Investoren. Als  viertreichster Mensch der Welt soll er ein geschätztes Vermögen von mehr als 53 Milliarden Dollar haben. Und sein Wort hat Gewicht – egal ob er es in eine Kamera spricht oder per Twitter in die Welt schickt. Was also, wenn sich ein Dritter des Accounts bemächtigt und gefälschte Tweets verschickt?

Erst vor wenigen Tagen hatten Hacker das Twitter-Konto der US-Nachrichtenagentur AP gekapert. Die anschließend verschickte Falschmeldung über Explosionen im Weißen Haus und einen verletzten US-Präsidenten brachten die Aktienkurse zum Absturz. Twitter musste kleinlaut eingestehen, ein Sicherheitsproblem zu haben, da die Accounts derzeit nur durch ein Passwort geschützt seien. Das erscheint umso gravierender, als die US-Börsenaufsicht SEC erst kürzlich Unternehmen erlaubt hatte, wichtige Ankündigungen für Investoren künftig über Twitter und Facebook zu veröffentlichen. Der Kurznachrichtendienst riet deshalb, vorerst einen Computer nur fürs Twittern zu benutzen.

Wie rege Buffett sich der Welt über das 200 Millionen Mitglieder starke Netzwerk in Zukunft mitteilen wird, ist allerdings noch offen. Wenige Stunden nach seinem Premieren-Tweet setzte Buffett eine zweite Nachricht ab und verwies auf seinen eigenen Gastbeitrag in „Fortune“. In dem Essay wirbt er für mehr Frauen im Berufsleben und besonders in den Chefetagen. Seitdem herrscht zunächst Funkstille auf dem Twitter-Profil.

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