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21:15 02.03.2014
Das Open C von ZTE läuft mit Firefox OS. Quelle: dpa
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Barcelona

Für Vorsichtige
Blackphone hat Ernst gemacht mit seinen Plänen für ein abhörsicheres Smartphone, das Gespräche sowie Nachrichten verschlüsselt und einen geschützten VPN-Internetzugang bietet. Das 4,7-Zoll-Smartphone mit Quadcore-Prozessor und LTE basiert auf dem Android-Abkömmling PrivatOS und ist mit speziellen Sicherheits-Apps bestückt. Es soll den Nutzer auch vor Tracking und der ungewollten Kommerzialisierung seiner Nutzerdaten schützen, erklärt Black­phone-Mitgründer Phil Zimmerman, der die E-Mail-Verschlüsselung Pretty Good Privacy (PGP) erfunden hat. Das Blackphone kann für 629 US-Dollar (rund 460 Euro) weltweit vorbestellt werden und soll ab Juni ausgeliefert werden.

Für Energiesparer
Für Individualisten: YotaPhone (Bild oben) hat in Barcelona eine zweite Version seines Smartphones mit zusätzlichem Schwarz-weiß-Display aus stromsparendem elektronischem Papier auf der Rückseite gezeigt. „Glatter, smarter und größer“, umreißt Alexey Zabrodin von YotaPhone die Änderungen. Das 4,3 Zoll große HD-Farbdisplay wächst zu einem 5-Zoll-Full-HD-Display heran, von dem weiterhin beliebige Inhalte auf das 4,7 Zoll große E-Paper-Display geschickt werden können. Auf dem E-Paper-Display kann sich der Nutzer weiterhin Texte, Termine, E-Tickets, Erinnerungen, Landkarten, Karten oder Nachrichten anzeigen lassen. Alles bleibt dort stehen, ohne Strom zu verbrauchen, bis ein neuer Inhalt ankommt oder aufgerufen wird. Einen Preis gibt es noch nicht, das aktuelle YotaPhone kostet 499 Euro.

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Für Experimentierfreudige
Mit dem 3,2-Zoll-Einstiegsmodell Fire C, dem 4,5 Zoll großen Fire E mit Dualcore-CPU und dem gleich großen Quadcore-Spitzenmodell Fire S, das sogar LTE und NFC mitbringt, hat Alcatel One Touch drei neue Smartphones mit Firefox OS vorgestellt. Von ZTE kommt das Open C (kleines Bild oben), von Huawei das Y300 und von LG das Fireweb. Welche Modelle es in Europa auf den Markt schaffen, bleibt abzuwarten. Zumindest das Fire C und das Fire E sollen über Provider in Deutschland angeboten werden. Geeks­phone verkauft bereits das Dual-Boot-Smartphone Revolution mit Firefox OS und Android. Jolla zeigt am Stand sein Smartphone mit Sailfish OS, das bald auch auf Android-Smartphones laufen soll. Jollas Schnittstelle Other Half ermöglicht Zubehör, das mit dem Smart­phone kommunizieren kann – etwa Cover, die beim Bewegen des Handys die Farbe wechseln oder Daten anzeigen.

Für Sportler
In vielen Berufen und Sportarten geht es robuster zu. Ein empfindliches Smart­phone wäre auf einer Straßenbaustelle, im Stahlwerk oder in einer Gärtnerei vermutlich schnell ruiniert. Das neue Robusthandy Cat B15 (Bild oben, 149 Euro) mit Aluminiumrahmen und verbauten Gummidämpfern soll in diesen Umgebungen heimisch sein. Es ist staub- und wasserdicht bis ein Meter Tiefe (30 Minuten) und soll Stürze aus Höhen bis 1,80 Meter überstehen. „Das ist auch interessant für Wanderer oder andere Outdoor-Sportler, die viel draußen sind oder Ski fahren“, sagt David Hayden vom britischen Cat-Hersteller Bullitt. Große Tasten sollen zudem die Bedienung mit Handschuhen erleichtern.

Für Technikmuffel
Smartphones mit einfacher Bedienung sind vor allem für ältere Nutzer interessant. Der österreichische Hersteller Emporia zeigt mehrere neue Handys aus dieser Kategorie, darunter das Euphoria mit Touchdisplay und Tasten sowie das Modell Smart (großes Bild) mit 4,5-Zoll-Display für Smartphone-Einsteiger mit angepassten Apps, etwa für E-Mail, Navigation oder Fotos. „Wir achten darauf, dass das alles logisch aufgebaut ist“, erklärt Christina Landi von Emporia.
Falls doch einmal etwas nicht klappt, können sich Verwandte per iOS- oder Android-App ins Smart einklinken. Neu ist auch das Ladekabel Connector mit Mikro-USB-Anschluss, dass sich wegen eines daneben platzierten Plastikstifts nur richtig herum ins Handy stecken lässt. Der Hersteller Binatone bringt im März das Einfach-Smartphone AEG Voxtel M800 (100 Euro). Ähnlich wie bei Emporia arbeitet in dem 3,5-Zoll-Gerät kein gängiges Betriebssystem, sondern eine Eigenentwicklung mit eigenen Apps.
Zu sehen war in Barcelona auch der Prototyp eines großen Einfach-Phablets, das im September für 170 Euro in den Handel kommen könnte. „Wir glauben zwar, dass das ein Nicht-Markt ist“, sagt Toine van Gerwen von Binatone. Einen Versuch sei es aber wert.

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