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Medien & TV „True North“: So dreht Stephen Dürr seine neue Marineserie in Wilhelmshaven
Nachrichten Medien & TV „True North“: So dreht Stephen Dürr seine neue Marineserie in Wilhelmshaven
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15:41 05.02.2019
Echtes Schietwetter im Norden: Schauspieler Stephen Dürr beim Dreh seiner Marineserie. Quelle: Foto: plotsurfer
Wilhelmshaven

Mit Serien kennt er sich aus. Stephen Dürr (44) spielte mehr als 15 Jahre lang Hauptrollen in „Alles was zählt“, „In aller Freundschaft“ und „Unter Uns“. Nun produziert der Hamburger Schauspieler zum ersten Mal einen eigenen Mehrteiler.

Der hingegen hat so gar nichts mit Seifenoper oder Krankenhausgeschichten zu tun: „True North“ lautet der Arbeitstitel der Actionserie und spielt im Umfeld der deutschen Marine. Für Dürr sein erstes Riesenprojekt: Er fungiert dabei nicht nur als Hauptdarsteller und Produzent, sondern auch als Regisseur. Es geht um das Leben der Besatzung einer Fregatte, die in eine Bedrohungslage gerät. Bis Mai steht das Team unter anderem in Wilhelmshaven, Hamburg, Eckernförde und in Norwegen vor der Kamera.

Doch dem Drehstart ging ein langer Prozess voraus: Nach dem Ausstieg bei „Alles was zählt“ und der Geburt seiner Zwillingstöchter nahm sich der Hamburger knapp vier Jahre Zeit für Fortbildungen, Ideenentwicklung und Recherchen. Dann ging es auf Reise: „Ich war mit der Marine über einen längeren Zeitraum auf Fregatten in Südafrika, der Ostsee und in Norwegen, um zu verstehen, wie das Leben an Bord funktioniert, wie die Besatzungen ticken und fühlen“, erklärt Stephen Dürr. Außerdem machte er Teile der Grundausbildung mit, besuchte die Marineschule in Mürwik. Dürr: „Hätte ich früher gewusst, wie interessant das Leben bei der Marine ist, hätte ich mir durchaus vorstellen können, dort zu arbeiten.“

Schauspieler in „True North“: Joshy Peters und Philippe Reinhardt

Das Drehbuch für die erste Pilotfolge schrieb Dürr daraufhin alleine, für die erste Staffel der Serie holte er sich einen isländischen Autor an Bord. Vor der Kamera stehen ausschließlich Gesichter, an denen, wie Dürr sagt, „man sich noch nicht im TV sattgesehen hat“. Damit meint er zum Beispiel Joshy Peters, der seit 30 Jahren Hauptrollen bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg spielt. Oder den Schweizer Philippe Reinhardt, der mit einem russischen Film schon für den Oscar nominiert war, aber in Deutschland noch nahezu unbekannt ist.

Dürr: „Es gibt so viel mehr Talent in der Schauspielszene als das, was man täglich im Fernsehen sieht.“ Er selbst spielt die Rolle des Sea-Lynx-Piloten Jan Marten, der mit einem Helikopter auf U-Boot-Jagd geht. Dürr: „So eine Rolle hätte mir nie jemand angeboten, deshalb habe ich sie mir einfach selbst geschrieben“. Nun probt eine bislang 20-köpfige Crew seit zwei Wochen in Wilhelmshaven. Dürr: „Wir machen kurz vor Drehstart noch Schießübungen, Kampftraining und hinterfragen auch so Sachen, über die man sich vorher keine Gedanken macht: Wie läuft eigentlich ein Soldat?“

Die Marinesoldaten sind auch beim Dreh an Bord

Die Kollegen der Marine sind immer mit an Bord, da während des normalen Betriebs gedreht wird. Marinesprecher Johannes Dumrese: „Wir sind unglaublich stolz und unterstützen, wo wir nur können. Wir wollen, dass die Arbeit auf einer Fregatte möglichst authentisch rüberkommt, und sind daher während des Drehs beratend dabei. Als wir den Trailer vor einiger Zeit mal unseren Soldaten gezeigt haben, waren alle elektrisiert.“

Finanziell steckt die Bundeswehr übrigens nicht in dem Projekt, überlässt Dürr aber Schiffe, Helikopter und Crew als Statisten. Der Schauspieler finanziert die Dreharbeiten mithilfe von Privatinvestoren selbst. „Mir lagen Verträge von mehreren Produktionspartnern vor“, sagt er. „Aber am Ende hätte ich mit jedem Vertrag einen Großteil der kreativen Freiheit abgeben müssen.“

Plan sei aber natürlich, wenn die acht Folgen à 45 Minuten abgedreht sind, mit den großen Streaminganbietern der Branche über Ausstrahlungsrechte zu verhandeln. Sorge, dass das schiefgehen könnte? Stephen Dürr: „Natürlich spüre ich da schon einen gewissen Druck. Man will ja, dass etwas, in das man so viel Geld und Leidenschaft investiert hat, am Ende auch dem Publikum gefällt.“

Von Lena Obschinsky/RND

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