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Medien & TV USA machen Iran für jüngste Hackerangriffe verantwortlich
Nachrichten Medien & TV USA machen Iran für jüngste Hackerangriffe verantwortlich
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11:43 14.10.2012
Die USA befürchten Hackerangriffe aus dem Iran. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Washington

Die USA glauben nach einem Bericht des „Wall Street Journal“, dass die iranische Regierung hinter einer Offensive von Hackern gegen amerikanische Ziele steckt. In den vergangenen Wochen hatte es eine massive Welle von Angriffen auf Banken in den USA gegeben. Die letzten richteten sich nach Angaben des Blattes vor wenigen Tagen gegen Capital One Financial Corp. und SunTrust.

Bei den Hackern handele es sich anscheinend um ein Netzwerk von weniger als 100 iranischen Spezialisten für Netzwerksicherheit in Unternehmen und an Universitäten, berichtete das „Wall Street Journal“ am Samstag unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Regierungsbeamte. Die Angriffe, bei denen Webseiten der Finanzinstitute durch massenhafte Abfragen lahmgelegt worden waren, könnten wegen besonderer Merkmale bis zur iranischen Regierung zurückverfolgt werden.

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Über die genauen Beweise schweigen sich die Beamten der Zeitung zufolge aus: Das sei geheim. Aber iranische Hacker hätten ohne die Unterstützung und technische Erfahrung der iranischen Regierung gar nicht die Ressourcen, größere Attacken durchzuführen. „Dies sind keine gewöhnlichen Iraner“, wurde ein hochrangiger Beamter zitiert.

Den Angaben zufolge könnten die Cyber-Anschläge eine Vergeltung für harsche Sanktionen gegen den iranischen Finanzsektor und die Ölindustrie sein. Sie hätten begonnen, nachdem der US-Kongress im Dezember vergangenen Jahres in einem Gesetz verschärfte Strafmaßnahmen festgezurrt habe. Zunächst habe es möglicherweise als Test kleinere Attacken gegen US-Banken und dann im Sommer Angriffe gegen Ölfirmen im Persischen Golf gegeben. Danach hätten sich die Hacker verstärkt wieder US-Finanzinstituten zugewandt.

Bereits am Donnerstag hatte US-Verteidigungsminister Leon Panetta von einer „bedeutenden Eskalation“ von Hacker-Angriffen gesprochen, ohne dabei aber den Iran namentlich zu nennen. Der Pentagonchef warnte in Anspielung auf den verheerenden japanischen Angriff auf die gleichnamige US-Basis 1941 vor einem „Cyber-Pearl-Habor“: Extremistengruppen oder  feindlich gesonnene Länder könnten versuchen, die Kontrolle über lebenswichtige Infrastruktur-Netzwerke der USA zu übernehmen und dadurch Tod und Zerstörung verursachen. Vor diesem Hintergrund arbeitet das US-Militär Panetta zufolge an neuen Regeln, die ein  aggressiveres Vorgehen gegen Attacken ermöglichen sollen. 

dpa

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