Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Medien & TV Hannoveraner gewinnt eine Million Euro
Nachrichten Medien & TV Hannoveraner gewinnt eine Million Euro
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:03 18.10.2014
Von Stefan Knopf
Kandidat Thorsten Fischer aus Hannover ist laut RTL der neunte Millionär der Quiz-Sendung. Quelle: dpa
Anzeige
Köln

Vielleicht haben Wirte einfach den Blick für den Kern der Dinge. Oder hätten Sie gewusst, wie weit es von Berlin bis zum Erdmittelpunkt ist: so weit wie nach Tokio? Wie nach Kapstadt? Nach Moskau? Oder New York? Der Hannoveraner Thorsten Fischer setzte gestern Abend auf New York und knackte damit die Millionenfrage bei „Wer wird Millionär“.

Wieder ein Hannoveraner. Und wieder ein Gastronom: Vor vier Jahren, im November 2010, hatte Ralf Schnoor bei Günther Jauch die Million abgeräumt. Schnoor betreibt in Linden das Café K., sein Millionärs-Nachfolger Fischer ist Inhaber des Forsthaus Finkenborn in Hameln. Auf jeden Fall besitzen Gastronomen das Sieger-Gen, wenn es ums Quiz geht.

Anzeige

Fischer kam bei der Jubiläumsausgabe zum 15. Geburtstag von „Wer wird Millionär“ zugute, dass er eine Abkürzung zur Million wählen durfte: Nach der 16 000-Euro-Frage entschied er sich für den direkten Weg zur Millionenfrage; den Konfettiregen und das Feuerwerk schmälerte das aber nicht. Neun Kandidaten haben in Jauchs Ratesendung bislang die Millionenfrage richtig beantwortet, zwei davon kamen aus Hannover. Keine schlechte Quote.

„Wir waren 100 Kandidaten im Studio, und ausgerechnet ich schaffe es! Das ist wirklich sensationell, unglaublich, traumhaft!“, freute sich der Familienvater nach der Sendung. Mit seinem Gewinn will der 48-Jährige mehr Personal in seinem Lokal einstellen, für seine Mitarbeiter eine Riesen-Weihnachtsparty schmeißen und die Ausbildung seiner drei Kinder finanzieren. Und dann will sich der American-Football-Fan noch einen Traum erfüllen: „Ich fliege zum Super Bowl.“ Der findet im nächsten Jahr in Glendale in Arizona statt. Da liegt New York ja praktisch auf dem Weg.

Thorsten Fischer im Interview

Haben Sie damit gerechnet?
Nein, wirklich nicht. Die Chance, auf den Stuhl zu kommen, lag bei fünf bis sieben Prozent. Wir waren 100 Kandidaten im Studio und ausgerechnet ich schaffe es! Das ist wirklich sensationell, unglaublich, traumhaft!

 

Hatten Sie einen Plan?
Ich wollte es unbedingt bis zur Abkürzung zur Million bei 16.000 Euro schaffen. Und ich habe mir gedacht: Wenn ich so weit komme, dann werde ich direkt versuchen, die Millionenfrage zu beantworten. Und das hat geklappt!

 

Haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?
Ich bin vielseitig interessiert und lese viele Zeitungen, Magazine und schaue mir Dokumentationen an. Außerdem spiele ich unzählige Quiz-Apps.

 

Was machen Sie jetzt mit dem ganzen Geld?
Ich habe keine großen Konsumwünsche. Ich habe drei Kinder, die irgendwann studieren oder eine Ausbildung machen wollen und das kostet. Wir werden aber unsere Wohnung renovieren und in Urlaub fahren. Und ein Teil des Geldes fließt in meinen Betrieb: Ich bin Inhaber des Forsthauses Finkenborn bei Hameln und da werden wir investieren. Und ich fahre zum Super Bowl in die USA.

 

Werden Sie Ihre Mitarbeiter am Gewinn beteiligen?
Ich arbeite selbstständig in der Gastronomie, zwischen 70 und 90 Stunden in der Woche. Mit dem Geld kann man viel machen, damit es für alle ein wenig entspannter läuft. Ich werde neues Personal einstellen und dann ist es für alle nicht mehr so stressig. Und es wird für meine Mitarbeiter eine riesige Weihnachtsfeier geben.

 

Wie nervös waren Sie, als Ihre Nummer erschien und Sie wussten: Jetzt geht es wirklich los!
Sehr nervös. Man kann sich das gar nicht vorstellen. Natürlich habe ich viele Möglichkeiten auf dem Weg ins Studio im Kopf durchgespielt und ich habe über mögliche Fragen nachgedacht und mein Wissensstand in Gedanken nochmal abgespult. Aber wenn man dann tatsächlich im Studio Günther Jauch gegenübersitzt, ist es einfach unglaublich und unvorstellbar.

 

Waren Sie denn froh, dass Sie nur elf Fragen beantworten mussten und es etwas leichter war, zur Millionenfrage vorzurücken?
Ja, klar. Ich habe vorher mit meiner Frau darüber gesprochen, dass wir, wenn ich 16.000 Euro gewinne, die Wohnung ein bisschen renovieren und in den Urlaub fahren können. Alles andere danach ist aber auch Glück. Es war einfach die Chance in der Jubiläumssendung, den Weg zur Million abzukürzen. Eine Million mit 15 Fragen zu erarbeiten ist natürlich der schwierigere Weg.

 

Was denken Sie, wie lange Sie brauchen, bis Sie den Gewinn wirklich realisieren?
Ich bin überglücklich und kann es noch nicht fassen. Ich glaube, in einigen Tagen habe ich es erst realisiert.

 

War Günther Jauch so, wie Sie sich ihn vorgestellt haben?
Ich finde, Günther Jauch ist ausgesprochen nett. Manchmal versucht er aber, einen in eine andere Richtung zu lenken. Ich fand ihn aber sehr fair und er hat mich einfach machen lassen. Das war sehr angenehm, muss ich sagen.

Medien & TV Neue iPad-Generation vorgestellt - 6,1 Millimeter für 489 Euro
16.10.2014