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Medien & TV Prinz der Peinlichkeit
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17:50 02.06.2014
Von Cornelia Wystrichowski
Prinz Harry fiel 2010 beim Polospiel in New York vom Pferd – nicht das einzige Mal, dass der britische Adelsspross mit seinem öffentlichen Auftreten „danebenlag“. Quelle: dpa
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Mainz

Er ist der Rockstar im Hause Windsor: Prinz Harry. Anders als sein braver, aber etwas langweiliger älterer Bruder William hat der feurige Rotschopf des Öfteren aufs Protokoll gepfiffen und sich dabei so manche Geschmacklosigkeit geleistet. Einmal kam der Spross des britischen Königshauses mit einer Hakenkreuz-Armbinde zu einem Kostümfest, und nach einer Sause in Las Vegas gelangten heimlich geknipste Nacktfotos an die Öffentlichkeit, auf denen Harry im Adamskostüm zu sehen war - inklusive seiner Kronjuwelen.

Doch ausgerechnet Harry ist nach der Queen der zweitbeliebteste britische Royal. Im September feiert er seinen 30. Geburtstag, das ZDF gratuliert vorzeitig mit dem Porträt „Prinz Harry - der wilde Windsor“. Es soll zeigen, dass aus dem jungen Partyprinzen, der früher den Spitznamen „Dirty Harry“ trug, inzwischen ein ganzer Kerl geworden ist. Harry, dessen vollständiger Name Prince Henry Charles Albert David of Wales lautet, kam am 15. September 1984 in London zur Welt - als zweites Kind des britischen Thronfolgers Prince Charles und seiner 1997 bei einem Autounfall gestorbenen ersten Frau Diana.

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Von seiner Schulzeit an versorgte Harry die Medien regelmäßig mit schlagzeilenträchtigen Eskapaden wie etwa einer Rangelei mit Fotografen vor einer Londoner Diskothek. Auch die Frauen an seiner Seite sind bis heute ein gefundenes Fressen für die Medien - erst unlängst scheiterte seine Beziehung mit der schönen Cressida Bonas, obwohl doch schon Verlobungsgerüchte durch die Luft schwirrten. Dem Vernehmen nach hatte sie keine Lust auf die royalen Pflichten und strengen Verhaltensregeln, die auf Harrys Zukünftige zukommen. Und seine Pflichten nimmt der smarte Prinz, obwohl er nachweislich kein Kind von Traurigkeit ist, sehr ernst. 2005 begann er standesgemäß eine Offiziersausbildung, war eine Zeit lang in Afghanistan stationiert, inzwischen ist er Hubschrauberpilot der britischen Luftwaffe. Bei hochseriösen offiziellen Anlässen wie neulich beim Gedenken der Opfer des Zweiten Weltkriegs in Italien macht er eine gute Figur, außerdem engagiert sich Harry vielfältig für wohltätige Einrichtungen, womit er auch das Erbe seiner in dieser Hinsicht sehr aktiven Mutter ehren will.

„Dieser Mann hat den Mut eines Löwen“, urteilt eine Adelsexpertin in dem ZDF-Beitrag, der mit noch nie gezeigten Aufnahmen und Interviews punktet. So marschierte der populäre Spross des Hauses Windsor 2013 für einen guten Zweck gemeinsam mit Kriegsversehrten zum Südpol. Hinterher berichteten Mitstreiter, dass Harry unglaublich nett sei - er habe für das ganze Team an jeder Übernachtungsstelle aufwendige Latrinen mit Klopapierhaltern gebaut und selbst bei 45 Grad unter null noch mit zotigen Scherzen für Stimmung gesorgt. Dem Vernehmen nach hat die ganze Mannschaft im Ziel Champagner aus der Beinprothese eines der Teilnehmer getrunken.

Das ist derb - aber nicht schlimmer als das, was sich ein US-Sender dieser Tage erlaubt: In einer Kuppelshow lässt er leichtgläubige Kandidatinnen um die Gunst von Prinz Harry buhlen. Dabei handelt es sich freilich nur um ein bürgerliches Double, dem man für die Show einen Crashkurs in royaler Etikette verpasst hat. Angeblich hat keine der Kandidatinnen den Fake bemerkt - die Aussicht auf ein Leben an der Seite des Vierten der britischen Thronfolge (nach Papa Charles, Bruder William und Baby-George) hat die Damen wohl geblendet.

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