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Medien & TV „extra 3“ entlarvt AfD-Spot
Nachrichten Medien & TV „extra 3“ entlarvt AfD-Spot
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16:26 30.10.2014
Die AfD hat Schauspieler für einen Wahlspot zur Bundestagswahl engagiert, gefundenes Fressen für das Satire-Magazin „extra 3“. Quelle: Screenshot
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Hamburg

Im Original-Spot sagt ein angeblicher zorniger Bürger vor dröhnender Autobahn in die Kamera: „Haben Sie sich schon mal gefragt, warum unser ganzes Geld nach Griechenland geht - und nicht in unsere kaputten Straßen und Brücken?“ In der Fälschung von „extra 3“ wird nach der Hälfte des Satzes auf denselben Darsteller überblendet: „-und die AfD so bescheuert ist, einen Schauspieler auf eine Brücke zu stellen, um irgendwelchen populistischen Blödsinn abzulassen?“

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Auch ein angeblich empörtes Rentner-Paar entpuppt sich als Profi-Duo: „Haben Sie sich eigentlich schon mal gefragt, warum Menschen sich für so ein Schmierentheater wie diesen Wahlwerbespot hergeben?“ Die „Ehefrau“, die im Original noch auf die Rentenpolitik schimpfte, sagt: „Wir sind Schauspieler. Ob wir nun eine Leiche im „Tatort“ spielen oder einen AfD-Anhänger - wo ist da der Unterschied?“ Es folgt eine Einblendung in der Schrift, wie sie die AfD verwendet: „Wir zahlen den Schauspielern 300 Euro für ihren Auftritt in unserem Wahlwerbespot. Entschuldigung, wir meinen natürlich 600 D-Mark.“

Die AfD nahm die Parodie gelassen auf. „Jede politische Partei engagiert in der Regel Schauspieler für ihre Werbespots“, sagte ein Parteisprecher in Berlin. „Dass dieselben Schauspieler, die für unseren Werbespot gesprochen haben, sich nun für eine Satire über uns engagieren ließen, ist ihnen berufsbedingt sicherlich nicht übelzunehmen. Schließlich hat der NDR sie genauso für ihre Aussagen bezahlt wie wir. Besonders originell ist die Satire jedoch nicht.“

lni

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