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Medien & TV iPhone 5 wird schneller, dünner und größer
Nachrichten Medien & TV iPhone 5 wird schneller, dünner und größer
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11:49 13.09.2012
Von Frerk Schenker
Phil Schiller auf der Bühne: Präsentation des iPhone 5. Quelle: dpa
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Berlin

Der Hype um das kleine „i“ trägt einen neuen Namen: iPhone 5 heißt Apples neues Smartphone, dem die globale Fangemeinde seit Wochen entgegengefiebert hat. Vor Hunderten Journalisten und Internet-Bloggern stellte Konzernchef Tim Cook das neue Gerät am Mittwochabend in San Francisco vor. Und wie erwartet sparte Apple nicht mit Superlativen: Es sei „das schönste Produkt, das wir jemals produziert haben“, sagte Apple-Manager Phil Schiller während der Präsentation. Schön ist es in der Tat, doch der von vielen Apple-Fans erhoffte „Wow-Moment“ blieb aus.

Apple spendiert seiner neuen Smartphone-Generation ein größeres 4-Zoll-Display, zugleich wird das Gerät leichter und dünner und verfügt über eine Rückseite aus Aluminium. Neu ist der Funkstandard LTE für eine schnellere Datenübertragung, der in Deutschland vorerst nur von der Telekom unterstützt wird. Zudem bekommt das iPhone  5 einen schnelleren Prozessor und einen kleineren Anschlussstecker. 

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Solide – so lautete das Urteil zahlreicher Blogger und Fachjournalisten, mehr aber nicht. So bieten die neuesten Smartphones von Samsung und Nokia ebenfalls den LTE-Standard an – und sogar noch manches mehr. Das iPhone 5 ist folglich eher ein Update auf das Hardware-Niveau der immer stärker werdenden Konkurrenz.

Manch Apple-Fan reagierte deshalb enttäuscht – und dürfte trotzdem Hunderte Euro für das neue iPhone ausgeben. Denn der eigentliche Fortschritt, den das Apple-Team um Tim Cook gestern Abend präsentierte, ist das neue Betriebssystem für die mobilen Apple-Geräte: iOS 6 gibt es ab dem 19. September, und obwohl es kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt wird, kommt es für Apple einer Lizenz zum Gelddrucken gleich. Denn wer alle neuen Funktionen wie den Kartendienst samt Navigationsfunktion oder die digitale Portemonnaie-App Passbook nutzen will, der schaut bereits mit dem zwei Jahre alten Vorvorgängermodell iPhone 4 mitunter in die Röhre. Besitzer eines ­Apple-Smartphones der 3er-Generationen werden noch stärker ausgebremst, da ihre Geräte für die neuen, hochauflösenden Miniprogramme aus dem App-Store zu wenig Rechenleistung besitzen. Auch Besitzer des iPad 2 müssen aufrüsten, wollen sie das neue Betriebssystem iOS 6 in vollem Umfang nutzen.

Und genau hier schließt sich der Kreis für den Konzern: Wer in der nach außen abgeschotteten Apple-Welt verbleiben möchte, der wird  wohl wieder in einen der Apple-Läden gehen – bereits am 21. September, wenn man das eigene Smartphone als Ausdruck von Lifestyle und Trendsetting begreift; zumindest aber in absehbarer Zeit, wenn man technisch in der Apple-Welt nicht aufs Abstellgleis geschoben werden möchte.