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Medien „Bier Royal“ – Unterwegs in Helmut Dietls Schuhen
Nachrichten Medien „Bier Royal“ – Unterwegs in Helmut Dietls Schuhen
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14:00 27.01.2019
Zwei fürs Bier: Vicky Dawson (Lisa Maria Potthoff, li.) und Gisela Hofstetter (Gisela Schneeberger) Quelle: Foto: Mathias Bothor/ZDF
München

Beim Bier hört in Deutschland der Spaß auf. Oder er fängt erst an. An letzterem versucht sich Christiane Balthasars bayrische Komödie „Bier Royal“, die das ZDF in zwei Teilen am Montag und Mittwoch sendet.

Bio-Bier und veganes Essen – die Zeichen der Zeit

Im Mittelpunkt steht eine Münchner Bierdynastie, die seit Jahrzehnten die (fiktive) Arnulfbräu-Brauerei betreibt. Nun ist der Patriarch gestorben – und es kommt gleich zu einem heftigen Familienstreit. Auf der einen Seite steht die Witwe des Verstorbenen, Gisela (Gisela Schneeberger) samt Geschäftsführer Erich Maxlhuber (Robert Palfrader), und auf der anderen ihre Stieftochter Vicky (Lisa Maria Potthoff), die die letzten Jahre in den USA als Managerin bei einem internationalen Bier-Multi gearbeitet hat.

Anlass ist das Erbe. Nach dem vermutlich gefälschtem Testament erhält die Witwe 50 Prozent der Firma. Dennoch gelingt es Vicky recht trickreich den Geschäftsführerinnen-Posten zu ergattern. Sie will Bio-Bier einführen, in den Brauereigaststätten soll zukünftig veganes Essen angeboten werden.

Ein zuweilen amüsanter Glaubenskrieg bricht aus. Das Versprechen seines Titels löst der Zweiteiler leider nicht ein Dafür fehlt ihm schlicht der satirische Biss von Helmut Dietls „Kir Royal“ – trotz des prominenten Ensembles. So sind auch die Dialoge bestenfalls launig und die Figuren oft nur wohlfeile Klischees.

Der dreistündige Film wirkt oft wie bairisches Bauerntheater

Marianne Sägebrecht beispielsweise spielt also natürlich das ehemalige Kindermädchen, Vickys Mann (Michael Klammer) ist als ehemaliger Basketball-Star der „typische“ Amerikaner und Ulrike Kriener die chaotische Lokalreporterin. Zudem ist die Sympathie von Anfang an so simpel verteilt und wird bisweilen dazu dann so überkandidelt agiert, dass der dreistündige Film oft mehr bairisches Bauerntheater als Gesellschaftskomödie ist.

Und zu allem Überfluss verliert der zweite Teil, in dem es vor allem um die finanzielle Existenz der Brauerei geht, fast völlig seinen Schwung und wird gegen Ende sogar unnötig dramatisch. Aber immerhin der Schlussgag ist wenigstens ganz nett.

Von Ernst Corinth / RND

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