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Panorama Trotz tragischem Todesfall: „Spring Break“-Festival findet statt
Nachrichten Panorama Trotz tragischem Todesfall: „Spring Break“-Festival findet statt
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08:48 07.06.2019
Blick auf das Gelände des Sputnik Spring Break-Festivals in Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. (Archivfoto) Quelle: picture alliance / dpa
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Bitterfeld/Leipzig

Traurige Nachricht vor Beginn des Spring-Break-Festivals in Pouch in Sachsen-Anhalt: Trotz sofort eingeleiteter Reanimation verstarb am Mittwochabend ein 18-Jähriger aus Nordsachsen. Die Todesursache ist laut Polizei noch unklar. Die Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion eingeleitet. Laut dem Veranstalter soll das Festival trotzdem stattfinden.

Dem jungen Mann war es kurz vor Mitternacht gesundheitlich schlecht gegangen, sagte Doreen Wendland, Sprecherin der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau, der „Leipziger Volkszeitung“. Festivalteilnehmer hätten bemerkt, dass er sich übergeben habe. Aus Sorge verständigten sie den Notarzt. Nach Zeugenaussagen waren die Sanitäter schnell vor Ort und versuchten, den Mann vor seinem Zelt zu reanimieren. Gut eine Stunde sollen sie um sein Leben gekämpft haben – am Ende vergeblich. Der 18-Jährige verstarb noch vor Ort.

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Keine Hinweise auf Straftat

„Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte die Polizeisprecherin. „Zurzeit liegen keine Hinweise auf Fremdeinwirkung vor.“ Die Staatsanwaltschaft habe die Obduktion des Toten angeordnet, um Klarheit zu schaffen.

Beim Veranstalter – der Black Mamba Event und Marketing GmbH aus Jena – zeigte man sich sehr betroffen über den Tod des 18-Jährigen. Man bedauere dies sehr und drücke der Familie und den Angehörigen tiefes Mitgefühl aus. Die Stimmung auf dem Festivalgelände sei sehr gedrückt, so ein Sprecher. An einen Abbruch der Veranstaltung sei nach intensiver Beratung aber nicht gedacht. Zum Festival werden am Wochenende 30.000 Besucher erwartet – so viele wie noch nie.

Offizieller Start des Festivals auf der Halbinsel Pouch bei Bitterfeld ist am Freitag. Viele Gäste reisen aber schon in den Tagen davor an, um ihre Zelte auf dem Campingplatz nahe dem Festivalgelände aufzubauen, vor allem um dem dichten Verkehr unmittelbar vor Festivalstart zu entgehen.

Zuerst hatte die Mitteldeutsche Zeitung über den Fall berichtet.

Von Andreas Dunte/LVZ/RND