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Panorama 28-Jähriger gesteht Tötung von Ex-Freundin
Nachrichten Panorama 28-Jähriger gesteht Tötung von Ex-Freundin
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13:09 07.05.2009
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Der 28 Jahre alte Ex-Soldat sagte am Donnerstag vor dem Landgericht Kempten, er könne sich an die Tötung der 23-Jährigen nicht mehr erinnern. Sie habe plötzlich tot neben ihm gelegen. Er sei erschrocken gewesen und habe versucht, sie wiederzubeleben. Der Angeklagte gab an, dass er sich nicht getraut habe, die Polizei oder einen Krankenwagen zu rufen.

Stunden später sei er neben der Toten aufgewacht und habe im Internet recherchiert, wie er am besten die Leiche beseitigen könne. Einzelheiten zu schildern, falle ihm schwer. Vor dem Tod der Frau habe er stundenlang mit ihr über die von ihr gewollte Trennung diskutiert.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, die Frau in Füssen aus niedrigen Beweggründen und heimtückisch erwürgt zu haben. Weil er keinen Führerschein besaß, habe er die Leiche anschließend zerstückelt, um die Teile im Rucksack transportieren und in verschiedenen Waldstücken bei Füssen verstecken zu können.

Das Verbrechen war entdeckt worden, als ein Pilzsammler zufällig einen Plastiksack mit dem Torso einer weiblichen Leiche fand. Erst nach einer Vermisstenmeldung konnte die Frau Tage später identifiziert werden. In ihrer Wohnung war die Polizei auf den Angeklagten gestoßen, der sich bei der Vernehmung in Widersprüche verwickelte. Der arbeitslose Ex-Soldat führte die Polizei selbst zu den Stellen, an denen er die übrigen Leichenteile versteckt hatte.

ddp