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Panorama "Die eigenen Kinder gehen ihr am Arsch vorbei"
Nachrichten Panorama "Die eigenen Kinder gehen ihr am Arsch vorbei"
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09:00 13.04.2016
Foto: In einem Facebook-Posting hat Ben Teewaag seine Mutter Uschi Glas scharf kritisiert.
In einem Facebook-Posting hat Ben Teewaag seine Mutter Uschi Glas scharf kritisiert. Quelle: dpa/Montage
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Berlin

In einem Facebook-Posting greift der Schauspieler Ben Tewaag seine Mutter Uschi Glas an. In dem Beitrag vom späten Dienstagabend geht es unter anderem um das soziale Engagement der Schauspielerin. 2009 hatte sie mit ihrem Ehemann Dieter Hermann den Verein "Brotzeit" gegründet. Die gemeinnützige Organisation verteilt Frühstücke an bedürftige Kinder ind Grund- und Förderschulen.

Dass sich seine Mutter den Problemen fremder Kinder widmet, scheint dem 39-Jährigen gar nicht zu passen: "Meine Mutter (aka Uschi Glas) beschäftigt sich seit Jahren mit ihrer "Mission" (weil sie als Schauspielerin nicht mehr besetzt) "Brotzeit für Kinder" ("helfen")... während ihrer die eigenen Kinder 'voll ihr voll am Arsch vorbei gehen'", schreibt der Schauspieler auf seiner Facebook-Seite. Unter dem Hashtag "#FAKE" bezeichnet Tewaag die 72-jährige Schauspielerin ironisch als "Mutter der Nation": "Ihr Narzissmus geht über alles und sie hofft in die Geschichte eingehen", pöbelt er weiter.

Zahlreiche Menschen haben wenig Verständnis für die öffentlichen Anfeindungen des Schauspielers. "Warum müssen ständig familiäre Sachen in die Öffentlichkeit gezogen werden?", fragt eine empörte Nutzerin. Auch Schauspielerin Doreen Dietel, mit der Tewaag liiert war, kommentierte den Beitrag. Die 41-Jährige kann nicht glauben, dass der Beitrag von Tewaag selbst stammen soll: "Alle die Ben kennen, wissen dass DAS hier nicht seine Handschrift ist!" Sogar darüber, dass der Facebook-Account des Schauspielers möglicherweise gehackt wurde, wird spekuliert.

Doch Tewag rechtfertigte sein Verhalten am Mittwochmorgen gegenüber der "Bild"-Zeitung: "Ich lüge nicht mehr. Ich schütze meine Familie nicht mehr. Ich bin Alkoholiker, ich war 20 Monate im Knast – und was macht meine Mutter? 'Brotzeit für Kinder! Und jetzt muss es einfach mal gesagt werden, auch wenn das wie eine Bombe einschlagen wird."

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