Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Panorama Betrieb an Flughäfen nimmt zu
Nachrichten Panorama Betrieb an Flughäfen nimmt zu
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:29 20.04.2010
Der Betrieb an den Flughäfen nimmt zu.
Der Betrieb an den Flughäfen nimmt zu. Quelle: dpa
Anzeige

Airlines schickten daraufhin ihre Maschinen vor allem nach Übersee oder in Feriengebiete, um deutsche Touristen zurückzufliegen. Am Dienstag werden noch mehr Flüge, bei denen die Piloten nach Sicht fliegen müssen, erwartet.

Auf dem Airport in Frankfurt am Main waren am Montag jeweils rund 25 Maschinen gestartet und gelandet. Am Dienstag sollten es nach Angaben eines Sprechers deutlich mehr werden. Die Lufthansa plant für den Tag 140 Flüge. In München will die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin ihr reguläres Programm wieder aufnehmen. Ein Flughafensprecher rechnete mit 457 Flügen, was etwa 40 Prozent eines normalen Flugtages entspreche.

In Berlin hob kurz nach 6.00 Uhr der erste Flieger in Richtung Palma de Mallorca ab. DFS-Sprecherin Kristina Kelek erklärte, für Starts und Landungen seien aber regionale Genehmigungen nötig.

Widersprüchliche Angaben hatte es in der Nacht zum Dienstag vom Vulkan am Eyjafjalla-Gletscher gegeben. Die britische Flugsicherung Nats teilte mit, dass sich eine neue Aschewolke nähere. Die Situation in England „verschlechtere“ sich, so die Behörde.

Dagegen teilte das Meteorologische Institut in Reykjavik mit, der Gletschervulkan schicke kaum noch Asche Richtung Europa. Der Vulkan sei zwar weiter unvermindert aktiv, stoße aber immer mehr Lava statt Wasserdampf und Asche aus. Außerdem erreiche die Rauchsäule nur eine sehr geringe Höhe. Die Chefin des Vulkanologischen Institutes in Reykjavik, Rikke Pedersen, nannte die jüngste Entwicklung bei dem Ausbruch „optimal“ für die Lösung der Luftfahrt-Probleme in Europa.

Am Montag hatten die Verkehrsminister der 27 EU-Staaten eine Lockerung der Flugverbote beschlossen. Der Luftraum solle in drei Zonen unterteilt werden und nur dort geschlossen werden, wo eine bestimmte Konzentration der Asche überschritten wird. Entscheidende Kriterien werden Satellitenbilder und Daten der Aschewolke sein.

In Deutschland stieg am Montag erstmals ein Forschungsflugzeug in die Luft. In Oberpfaffenhofen bei München startete die Maschine zu einem knapp vierstündigen Rundflug. Die Falcon 20 E sei über Leipzig bis an die holländische Grenze geflogen, um die Dichte der Ascheteilchen in der Luft und ihre Größe zu messen, so die Forscher.

Unterdessen haben die Milliardenschäden durch die Flugausfälle die deutsche Wirtschaft alarmiert. Bundesregierung und Industrie setzten am Montag eine Arbeitsgruppe ein. Erste Diskussionen über staatliche Hilfen für Airlines wurden laut. Die Fluglinien hatten sich in den vergangenen Tagen darüber beschwert, dass das Flugverbot nur aufgrund von Computeranalysen ausgesprochen worden sei.

In die Schusslinie geriet dabei vor allem Verkehrsminister Peter Ramsauer. Kritik erntete der CSU-Politiker auch aus der eigenen Bundestagsfraktion. Der CDU-Obmann im Wirtschaftsausschuss, Andreas Lämmel, sagte der „Bild“-Zeitung (Dienstag): „Verkehrsminister Ramsauer muss sich fragen lassen, wie die unterschiedlichen Bewertungen zu erklären sind. Es darf nicht sein, dass wir uns angesichts der immensen wirtschaftlichen Schäden vor allem im Tourismus allein auf Messungen berufen, die höchst umstritten sind.“

dpa

Mehr zum Thema

Flugzeuge in Europa dürfen zumindest eingeschränkt wieder abheben: Geltenden Flugverbote werden von Dienstagmorgen 8 Uhr an gelockert, offiziell sind die deutschen Flughäfen aber noch mindestens bis Dienstag 14 Uhr gesperrt. Am Montagabend landete ein Ferienflieger aus Antalya in Langenhagen.

20.04.2010

Nach tagelangem Stillstand kommt wieder Bewegung an den Himmel über Deutschland. Erste Maschinen der Lufthansa sollen am Montagabend ab 18 Uhr von Frankfurt/Main und München abheben. Eine Air-Berlin-Maschine aus Mallorca landete bereits in München. Weitere befinden sich im Anflug. Auch Flüge ab und nach Hannover sind geplant.

19.04.2010

Die Vulkanasche aus Island bremst den Flugverkehr weiter aus. Die Flugsicherung hat das Flugverbot über Deutschland erneut verlängert: Bis Dienstag früh um 2 Uhr dürfen keine Jets starten oder landen.

19.04.2010