Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Panorama Brandanschlag auf Filmstudio in Japan: Mutmaßlicher Täter fühlte sich betrogen
Nachrichten Panorama Brandanschlag auf Filmstudio in Japan: Mutmaßlicher Täter fühlte sich betrogen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:20 19.07.2019
Rettungskräfte bei der Arbeit in dem angezündeten Filmstudio in Japan.
Rettungskräfte bei der Arbeit in dem angezündeten Filmstudio in Japan. Quelle: Carl Court/Getty Images
Anzeige
Kyoto

Der mutmaßliche Brandstifter in Japan, der einen Anschlag auf ein Animationsfilmstudio mit 33 Todesopfern verübte, hat sich Medienberichten zufolge durch die Produktionsfirma betrogen gefühlt. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Freitag unter Berufung auf Ermittlungskreise berichtete, sagte der Festgenommene der Polizei, das Studio habe seine Idee für ein Werk gestohlen. Der Täter hatte am Vortag das Studiogebäude betreten und eine brennbare Flüssigkeit vergossen. Daraufhin zündete er das Gebäude an und rief dabei: „Sterbt!“.

36 Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt. Auch der 41-jährige mutmaßliche Täter erlitt Verletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Kurz darauf gestand er den Berichten zufolge die Tat.

Angezündetes Gebäude gehörte Produktionsfirma Kyoto Animation

Betroffen von der Gewalt ist die 1981 gegründete Produktionsfirma Kyoto Animation. Sie hat vor allem in den 2000er Jahren einige beliebte Fernseh-Zeichentrickserien wie „K-On!“, „Free!“ und „Suzumiya Haruhi no Yuutsu“ produziert, die sich insbesondere an die jüngere Generation richten. Der Brandanschlag sorgte weltweit für Entsetzen und Trauer unter Fans japanischer Anime-Filme.

Von RND/dpa