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Panorama Die Dreh-Arbeiten sind abgeschlossen
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21:51 17.09.2013
„Es war ein wenig wie Achterbahn fahren“: Das Drehen des Schiffswracks dauerte 19 Stunden – sieben Stunden länger als angenommen. Quelle: dpa
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Giglio

Um vier Uhr morgens ertönten Schiffssirenen im Hafen von Giglio. Besonders gefeiert wurde Nick Sloane, Projektleiter des amerikanisch-italienischen Bergungskonsortiums Titan-Micoperi. Mit müdem, aber strahlendem Gesicht sagte der 52-jährige Südafrikaner: „Ich bin erleichtert, es war ein wenig wie Achterbahn fahren.“ Dann strebte der „Held des Giglio“, wie Sloane von den italienischen Medien gestern sofort bezeichnet wurde, in Richtung einer Hafenbar: „Zeit für ein Bier.“

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Allerdings bietet das rund 300 Meter lange und 114.000 Tonnen schwere Schiff, dessen arg demolierte, mit Rost und Algen überzogene Steuerbordseite nun ans Tageslicht gekommen ist, nach der Aufrichtung einen noch wüsteren Anblick als zuvor. Wirklich überstanden, so der Tenor auf der Touristeninsel, sei der Albtraum deshalb erst, wenn das Schiff abgeschleppt sein wird.

Das Kreuzfahrtschiff, durch deren aus Leichtsinn verursachten Havarie vor gut 20 Monaten 32 Menschen gestorben waren, ruht für die nächsten Monate auf sechs Unterwasserplattformen. Als nächster Schritt sollen auch auf der rechten Seite Stahltanks montiert werden. Im Frühling werden sie mit Luft gefüllt: Damit soll die „Costa Concordia“ wieder schwimmfähig und zum Abschleppen bereit gemacht werden.

Die starke Deformierung der Steuerbordseite wird die Montage der Seitentanks zu einer weiteren aufwendigen Operation machen. Ein früheres Abschleppen des Wracks ist indessen nicht nur wegen der noch anstehenden Arbeiten nicht möglich: Schon bald werden die ersten Herbst- und Winterstürme erwartet, und diese würden wohl eine zu hohe Belastung für ein havariertes Schiff im Schlepptau darstellen.

Wohin die letzte Reise der „Costa Concordia“ gehen wird, ist derzeit noch unklar: Gestern entbrannte zwischen den Hafenbehörden von Piombino, Livorno, Civitavecchia und Palermo bereits ein Streit darum, wo das Schiff schließlich abgewrackt werden soll. Auch dieser letzte Akt wird ein teures Unterfangen und für Monate Hunderte von Arbeitsplätzen sichern.

Dominik Straub/dpa

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