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Panorama Ein Toter und zwei Verletzte bei Explosion in Athen
Nachrichten Panorama Ein Toter und zwei Verletzte bei Explosion in Athen
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19:07 29.03.2010
Am Montag explodierte eine Rohrbombe in Griechenslands Hauptstadt Athen. Ein Junge starb, eine Mutter und ihre Tochter wurden verletzt. Quelle: dpa
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Das verletzte Mädchen wurde schon am Montag an den Augen operiert, wie die Ärzte an einem Kinderkrankenhaus mitteilten. Die Bombe detonierte griechischen Medienberichten zufolge vor einer Fortbildungsstätte für Staatsangestellte im dicht bewohnten Stadtteil Patissia. Die Polizei vermutete, dass eine der zahlreichen griechischen Untergrundorganisationen die Bombe vor dem Eingang des Gebäudes deponiert hatte. Diese Gruppen verüben in Griechenland immer wieder Anschläge. Die afghanische Familie durchsuchte Mülleimer und Abfall und sei zufällig auf die Bombe gestoßen.

Regierungssprecher Giorgos Petalotis verurteilte die Tat als „abscheulich“. Der Minister für Zivilschutz, Michalis Chryssohoidis, sagte im Fernsehen: „Die gesamte griechische Gesellschaft ist gegen diese Mörder.“ Er versprach, die Täter „zur Rechenschaft“ zu ziehen.

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Augenzeugen berichteten übereinstimmend, das Opfer sei von der Wucht der Explosion regelrecht zerfetzt worden. Wie die 45-jährige Mutter, die mit leichteren Verletzungen davonkam, den Ermittlern sagte, hatte ihre Tochter den Sprengsatz in einem Rucksack gefunden. Darin entdeckte sie einen Wecker und fragte ihren Bruder, ob „dieses Ding“ einen Wert habe. Als der Junge den Rucksack in die Hand nahm, sei es zur Explosion gekommen. Psychologen und Mitglieder afghanischer Migrantenorganisationen kümmerten sich am Montag um Mutter und Tochter.

Erst eine Woche zuvor waren drei Bomben in Athen detoniert. Verletzt wurde niemand. Eine linksgerichtete Untergrundorganisation Namens „Konspiration der Zellen des Feuers“ übernahm die Verantwortung dafür. Die Polizei vermutet, dass die Täter die Bombe nur wenige Minuten vor der Ankunft der afghanischen Migranten am Tatort versteckt hatten. Sie bestand nach ersten Erkenntnissen der Polizei aus einem mit Dynamit gefüllt Eisenrohr. Der Sprengsatz sei mit einem Wecker und einem Zünder verbunden gewesen.

dpa