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Panorama Expo 2012 beginnt in Südkorea
Nachrichten Panorama Expo 2012 beginnt in Südkorea
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18:48 11.05.2012
Foto: Feierliche Eröffnung der Expo 2012 im koreanischen Yeosu.
Feierliche Eröffnung der Expo 2012 im koreanischen Yeosu. Quelle: dpa
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Yeosu

Die Welt zu Gast in Yeosu: Begleitet von einem Appell für einen besseren Schutz der Meere hat in der südkoreanischen Küstenstadt die Weltausstellung Expo 2012 begonnen. Mit der dreimonatigen Veranstaltung unter dem Motto "Der lebende Ozean und die Küste" will sich Südkorea auch als Technologieland zeigen. Nach der großen "World Expo" in Shanghai vor zwei Jahren handelt es sich bei der Ausstellung in Yeosu um eine kleinere „International Expo".

Das Programm bis zum 12. August besteht dabei wie üblich aus einer Mischung aus Information und Entertainment. Für Besucher öffnet die Expo an diesem Samstag offiziell die Tore. Es nehmen mehr als 100 Länder und internationale Organisationen teil.

Der deutsche Pavillon empfängt die Besucher unter dem Namen „Seavolution". Der aus dem englischen Wort „Sea" (Meer) und „Evolution" zusammengesetzte Begriff soll auf das Thema der Expo wie auch auf die technischen Erneuerungen und Lösungen anspielen, die Deutschland in Yeosu zeigen will.

Die Expo sei ein dringender Aufruf, die Aufmerksamkeit auf die Ozeane und Küsten zu lenken, die für das Leben auf dem Planeten unverzichtbar seien, sagte der Generalsekretär des Internationalen Ausstellungsbüros (BIE), Vicente Loscertales, am Freitag in Yeosu bei einer bunten Eröffnungsshow. Erklärtes Ziel der Expo sei es, das Bewusstsein für eine nachhaltige Nutzung der Ozeane zu schärfen und den Meeres- und Küstenschutz zu verbessern.

Es sei das erste Mal, dass eine Expo sich so intensiv mit dem Meer und den Küsten beschäftige, sagte Südkoreas Präsident Lee Myung Bak, der die Ausstellung vor etwa 4000 geladenen Gästen auf dem Expo-Gelände an einem sanierten Hafenbecken für eröffnet erklärte.

Die Gäste erlebten eine Multimediashow auf dem Wasser mit traditionellen Klängen, Popmusik und Lichterspielen. Höhepunkt war eine Fontänen- und Laser-Show am sogenannten Big-O in der Mitte eines extra für die Expo angelegten Meeresbeckens. Bei dem Big-O handelt es sich um eine 45 Meter hohe, kreisförmige Stahltrasse, die am Rand unter anderem mit Strahlern und Wasserdüsen ausgerüstet ist. In der Mitte waren riesige Hologramm-Bilder mittels Projektion zu sehen. Den Abschluss der Feier bildete ein Riesenfeuerwerk.

Die Veranstalter hoffen, bis zu zehn Millionen Menschen in die 300.000-Einwohner-Stadt zu locken, darunter mehr als eine halbe Million ausländische Touristen - in erster Linie aus China und Japan.

Mit der Expo hofft Südkorea, auch die regionale Entwicklung vorantreiben und seine Südküste zu einer internationalen Tourismusattraktion machen zu können. "Die Umgebung der Südküste ist schön, aber selbst unter Koreanern nicht besonders gut bekannt", sagte Lee Myung Bak bei einem Abendessen mit geladenen Gästen.

In die Einrichtung des Expo-Parks flossen nach offiziellen Angaben öffentliche und private Investitionen von 1,9 Milliarden Dollar (etwa 1,3 Milliarden Euro). Dazu kommen 8,7 Milliarden Dollar teure Infrastrukturmaßnahmen der Regierung.

dpa

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