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Panorama Fünf Jahre Haft für Seitenbacher-Erpresser
Nachrichten Panorama Fünf Jahre Haft für Seitenbacher-Erpresser
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16:36 26.02.2015
Im Landgericht Mosbach steht ein Mann vor Gericht, der den Chef der Firma Seitenbacher erpresst hatte. Quelle: dpa
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Mosbach

Sollte er nicht zahlen, werde er Produkte des Unternehmens in Supermärkten vergiften und dessen zwei Töchter von einem Scharfschützen erschießen lassen, stand darin. „Die Bedrohung der Kinder ist uns übel aufgestoßen“, sagte der Vorsitzende Richter Alexander Ganter. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten gefordert. Die Verteidigung plädierte auf eine Freiheitsstrafe von unter fünf Jahren. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Am Mittag hatte der Mann hat gestanden, den Chef des Müsliherstellers Seitenbacher bedroht zu haben. „Ich hab’ den blöden Erpresserbrief geschrieben, ja“, sagte der 63-Jährige. „Ich habe zufällig eine Fernsehsendung gesehen, da ging es erst um Rittersport und dann um die Firma Seitenbacher und da kam ich auf diese blödsinnige Idee.“ 

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Seitenbacher-Müsli aus dem beschaulichen Buchen im Odenwald ist in ganz Deutschland bekannt - nicht zuletzt wegen der einprägsamen Werbespots in schwäbischem Dialekt von Firmenchef Willi Pfannenschwarz.

Der Erpresser wies den Unternehmer an, ihm mit zwei Inseraten in der „Berliner Zeitung“ zu signalisieren, dass er bereit sei, das Geld zu zahlen. Pfannenschwarz ging zum Schein auf die Forderung des Angeklagten ein und schaltete Anzeigen in dem Blatt. Kurz darauf wurde er zur Geldübergabe am Berliner Alexanderplatz gerufen. Komme er nicht, werde eine seiner Töchter sterben, soll der Erpresser gedroht haben. Doch es kam nicht zur Geldübergabe - der Täter konnte festgenommen werden.

dpa

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