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Panorama Ganz schön viele Schwestern
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20:31 29.11.2013
Die Eltern Makarios (l) und Fedah Touma mit ihrem Sohn Michael und mit Bildern von ihren Fünflingen Justina, Melissia, Evelyn, Josefina und Maria. Quelle: dpa
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Münster

Der dreijährige Michael, bisher ein Einzelkind, bekam an nur einem Tag fünf Schwestern. Den Mädchen geht es nach Angaben der Mediziner aus dem Uni-Klinikum in Münster gut, auch wenn sie noch ein paar Wochen im Brutkasten auf der Intensivstation liegen müssen. Maria, Melissia, Josefina, Justina und Evelyn brachten bei der Geburt zwischen 1040 und 1270 Gramm auf die Waage. Vater Makarios Touma traut sich noch nicht so recht, sie anzufassen: „Ich bin noch sehr zurückhaltend, weil sie so zerbrechlich wirken“, sagte er am Freitag.

Derweil üben sie die Eltern in Öffentlichkeitsarbeit. Zahlreiche Zeitungen und Fernsehsender fragen nach Interviews, Studioauftritten und Langzeit-Dokumentationen, die zahlreiche Mehrlingsfamilien schon allein deshalb annehmen, weil sie Geld für die plötzlich stark belastete Familienkasse einbringen können. Die Zahl der Mehrlingsgeburten ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten bundesweit stark gesteigen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist derzeit jedes 29. Neugeborene ein Mehrlingskind. Die Wahrscheinlichkeit für eine Fünflingsschwangerschaft liegt bei etwa eins zu 50 Millionen.

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Noch bis Januar wird die aus Syrien stammende Familie zunächst im Familienhaus der Uni-Klinik wohnen, auch über Weihnachten. Ihr Heimatort Gronau liegt an der holländischen Grenze rund 60 Kilometer entfernt. In Gronau zieht sie Anfang des Jahres in eine größere Wohnung, die alte hatte 70 Quadratmeter, jetzt werden es 137. Der Sozialdienst der Uni-Klink sorgt in diesen Wochen für die nötigen Hilfen und knüpft bereits Kontakte nach Gronau. Angebote aus der Bevölkerung gebe es viele.

Sorgen bereitet der neuen Großfamilie unter anderem die Frage nach dem zukünftigen Transportmitteln: „In unseren Golf passen nicht alle hinein“, sagt Vater Touma. Und auch neue Kinderwagen müssen her. „Am besten natürlich zwei, einer für Zwillinge und einer für Drillinge“, sagt die 26-jährige Mutter Fedah.

Finanziell ist die Familie auf Spenden angewiesen. Der Handwerker mit niederländischem Pass hat in den vergangenen Jahren auf Baustellen im Nachbarland gearbeitet. Jetzt ist er auf Jobsuche. Seine Eltern wohnen in der Nachbarstadt Enschede auf der anderen Seite der Grenze. Fedahs Eltern leben im Bürgerkriegsland Syrien. „Noch müssen wir uns um sie keine Sorgen machen. Die Gegend, in der sie leben, ist nicht umkämpft“, sagt Fedah Touma. dpa

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