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Panorama Gottesdienst für ermordete Melanie R. aus Peine
Nachrichten Panorama Gottesdienst für ermordete Melanie R. aus Peine
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12:40 02.11.2010
Der rund 1800 Einwohner zählende Ort Dungelbeck im Kreis Peine war die Heimat von Melanie R..
Der rund 1800 Einwohner zählende Ort Dungelbeck im Kreis Peine war die Heimat von Melanie R.. Quelle: dpa
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In einem Gottesdienst soll am Dienstag der getöteten Melanie R. in ihrem Heimatort Dungelbeck im Kreis Peine gedacht werden. Pastor Stefan Leonhardt der evangelisch-lutherischen Kirche lädt alle Dorfbewohner ein, die ihrer Trauer und Solidarität den Eltern gegenüber Ausdruck verleihen wollen.

Wie viele Menschen genau kommen werden, weiß er nicht. „Es gibt viele, die Anteil nehmen“, ist der Geistliche jedoch sicher. Ein 27-Jähriger, den Melanie über das Internet kennengelernt hatte, hatte die 23 Jahre alte Floristin erstochen.

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim geht unterdessen der Frage noch, ob der Mörder bei der Tat schuldfähig war. „Wir haben einen psychiatrischen Gutachter beauftragt“, sagte Behördensprecher Bernd Seemann am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Dies sei bei dem Tatbild jedoch üblich.

Der 27-Jährige hatte zugegeben, die junge Frau in der vergangenen Woche getötet zu haben. Laut Obduktionsergebnis hatte der Mann immer wieder auf Melanie eingestochen. Unter anderem schnitt er ihr die Kehle durch und zerstach ihre Lunge. Anschließend verscharrte er die Leiche in einem etwa 30 Kilometer entfernten Waldstück.

Der 27-Jährige hatte sich in einem Internetforum das Vertrauen der 23-Jährigen erschlichen, indem er sich als junge Frau ausgegeben hatte. Medien berichteten, dass sich der Tatverdächtige als bisexuelle „Sarah“ in dem Chat angemeldet hatte. Die Staatsanwaltschaft wollte dies aber nicht bestätigen. Warum sich Melanie, die einen festen Freund gehabt haben soll, am vergangenen Dienstagabend mit ihrer Internetbekanntschaft persönlich in einer Wohnung in Peine treffen wollte ist unklar.

Auch der konkrete Tatablauf ist den Ermittlern noch nicht bekannt. „Dazu hat der Tatverdächtige ein halbes Dutzend verschiedener Versionen angeboten“, betonte Seemann. Sicher sei lediglich, dass das Opfer nicht sexuell missbraucht oder vergewaltigt wurde.

Die Polizei war mit Hilfe von Melanies Handy auf die Spur des 27-Jährigen gekommen. Darauf hatten Experten die Kurzmitteilung mit der Wegbeschreibung zum Treffpunkt entdeckt und als Absender den Tatverdächtigen ermittelt. Im Verhör gestand dieser schließlich die Tat und führte die Fahnder zur Leiche.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

dpa