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Panorama Gutachten soll schon 2008 Risiken für Kölner Archiv gesehen haben
Nachrichten Panorama Gutachten soll schon 2008 Risiken für Kölner Archiv gesehen haben
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12:25 18.03.2009
Betroffene gedenken am Dienstag (17.03.09) in Köln mit einer Lichterkette der Opfer des eingestuerzten Historischen Stadtarchivs. Quelle: ddp

Ein Sprecher der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren. Man kenne derzeit weder den Auftraggeber noch die Zielsetzung des Gutachtens, sagte der Sprecher auf ddp-Anfrage. Bislang liege das Gutachten den Verkehrsbetrieben nicht vor, zudem seien die im Gutachten zugrunde gelegten Berechnungsverfahren nicht bekannt. Nun werde geprüft, inwieweit das Gutachten bei den weiteren Untersuchungen zur Klärung der Unglücksursache genutzt werden könne.

Der Präsident der Ingenieurkammer-Bau in Nordrhein-Westfalen, Peter Dübbert, sagte dem Blatt, die Aufträge für die Prüfingenieure des Milliardenprojekts seien nur nach dem Kriterium niedrigster Preis vergeben worden. Er könne nicht begreifen, dass „solch höchst sensible und sicherheitsrelevante“ Arbeiten nach Billigstgeboten vergeben würden. Der Kölner U-Bahn-Bau sei „wie eine Doppelgarage in einem Hinterhof“ bewertet worden.

Der ehemalige Kölner Baudezernent Bela Dören warf der Stadtspitze in dem Blatt vor, mit dem Outsourcing des U-Bahn-Projektes an die KVB die Bauaufsicht für das risikobehaftete Projekt 2002 leichtfertig aus der Hand gegeben zu haben. Da die KVB nicht über ausreichenden Sachverstand für den U-Bahn-Bau verfügt habe, seien die meisten Aufträge an Ingenieurbüros vergeben worden. „Man musste sich auf die beauftragten Firmen verlassen, ohne sie kontrollieren zu können“, sagte Dören. ddp

Stuttgart. Knapp eine Woche nach dem Amoklauf eines 17-Jährigen in Winnenden und Wendlingen haben sich die Eltern des Täters erstmals an die Öffentlichkeit gewandt und den Opferangehörigen ihr Mitgefühl ausgesprochen. In einem offenen Brief, der vom Anwalt der Familie aus Leutenbach am Dienstag in Stuttgart verbreitet wurde, hieß es: „Ihnen wurde das Wertvollste und Wichtigste, ein geliebter Mensch, durch die entsetzliche und unbegreifbare Tat unseres Sohnes und Bruders, genommen. Immer und immer wieder fragen wir uns, wieso dies geschehen konnte.“ Bis zu dem „furchtbaren Geschehen“ seien auch sie eine „ganz normale Familie“ gewesen. „Wir hätten Tim so etwas nie zugetraut und kannten ihn anders“, hieß es in dem Brief weiter.

17.03.2009

St. Pölten. Auch am zweiten Tag hat der Angeklagte im Inzest-Prozess von St. Pölten sein Gesicht vor der Öffentlichkeit verborgen. Der 73-jährige Josef Fritzl hielt seinen Kopf erneut hinter einer blauen Aktenmappe versteckt, als er am Dienstag zum Gerichtssaal geführt wurde.

17.03.2009

St. Pölten. Mit gefalteten Händen sitzt Josef Fritzl im Gericht, mit leiser Stimme beantwortet er die Fragen der Vorsitzenden Richterin. Obwohl sein Gesicht weltweit bekannt ist, versteckt sich der 73-Jährige hinter einem aufgeklappten blauen Aktenordner vor Fotografen und Kameramännern. Zum Auftakt des Inzest-Prozesses von Amstetten weist Fritzl die schwersten Vorwürfe der Anklage - Mord und Sklaverei - zurück. Der Vergewaltigung bekennt er sich nur teilweise schuldig.

16.03.2009