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Panorama Helfer ziehen Dutzende Leichen aus Schlammlawine in Brasilien
Nachrichten Panorama Helfer ziehen Dutzende Leichen aus Schlammlawine in Brasilien
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22:11 27.01.2019
Ein Hubschrauber überfliegt die betroffene Gegend nach dem Bruch des Staudamms Córrego do Feijão des Bergbauunternehmens Vale in Brumadinho. Quelle: Rodney Costa/dpa
Brumadinho

Die Suche nach Opfern des verheerenden Dammbruchs in Brasilien geht weiter. 37 Leichen hatten die Bergungskräfte bis zum frühen Sonntagabend (Ortszeit) aus Trümmern und Schlamm gezogen. Rund 250 Menschen wurden nach dem Unglück noch immer vermisst, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Zahl der Todesopfer an der Eisenerzmine Córrego do Feijão im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais dürfte deshalb weiter steigen.

Vorübergehend hatten die Einsatzkräfte ihre Arbeit in Brumadinho am Sonntag unterbrochen, weil ein weiterer Dammbruch drohte. Diese Gefahr bestehe nicht mehr, teilte die Zivilschutzbehörde später mit. Wegen erhöhter Wasserstände an einem Rückhaltebecken hatte der Minenbetreiber Vale zuvor Alarm ausgelöst. Nach der Entwarnung kehrten die Bewohner evakuierter Ortschaften in ihre Häuser zurück.

200 Feuerwehrleute und 13 Hubschrauber an Suche beteiligt

Die Schlammlawine des Dammbruchs hatte alles mitgerissen, was ihr im Wege stand: Häuser, Menschen, Tiere. „Ich habe alles verloren. Wir sind gerannt, meine Frau und mein Enkel, nur mit unserer Kleidung am Körper“, sagte Virgilio Fernandes Pessoa am Wochenende der Zeitung „Estado de Minas“. Er lebte von seinen Tieren, die der Schlamm mitgerissen hat. „Ich habe 40 Jahre lang gelitten und gekämpft und jetzt in fünf Minuten alles verloren. Das ist nicht fair.“

Rund 200 Feuerwehrleute und 13 Hubschrauber waren an den Such- und Bergungsarbeiten beteiligt. Israel schickte am Sonntag 130 Soldaten und 16 Tonnen Material an die Unglücksstelle, um bei den Such- und Bergungsarbeiten zu helfen. „Leben zu retten ist keine Frage der Entfernung, sondern wie weit zu gehen du bereit bist“, schrieben die Streitkräfte vor dem Abflug Richtung Brasilien auf Twitter.

Lesen Sie auch: Schlamm-Lawine in Brasilien: Zahl der Toten auf 40 gestiegen

Staatsanwaltschaft leitete Untersuchung ein

Im Fernsehen waren dramatische Szenen von den Rettungsarbeiten zu sehen: Von Hubschraubern aus zogen Retter Menschen aus dem Schlamm. Ein Mann hievte seine vor Schmerzen schreiende Frau aus den Trümmern. Eine schlammverschmierte Kuh stakste zwischen Schutt, mitgerissenen Ästen und nasser Erde umher.

Der Damm an der Mine des brasilianischen Bergbaukonzerns Vale war am Freitag gebrochen. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein, um die Verantwortlichen für das Unglück zu ermitteln. „Wir tun alles, um die Sicherheit und Stabilität der Dämme sicherzustellen“, sagte Vale-Chef Schvartsman in einer Erklärung. Der TÜV Süd hatte die Dämme im vergangenen Jahr geprüft, wie das Unternehmen in München auf Anfrage bestätigte. „Wir werden die Ermittlungen vollumfänglich unterstützen und den Ermittlungsbehörden alle benötigen Unterlagen zur Verfügung stellen“, teilte TÜV Süd mit.

Die tödliche Mischung aus Wasser, Geröll und Erde hat eine breite Schneise der Zerstörung in das satte Grün von Brumadinho geschlagen. Wie es genau zu dem Unfall kam, sei noch unklar, sagte Vale-Präsident Fábio Schvartsman. Er sprach von einer „fürchterlichen Tragödie“. Das Umweltministerium kündigte eine Strafe in Höhe von 250 Millionen Reais (58 Mio Euro) gegen den Konzern an. Insgesamt ergossen sich nach Angaben von Vale rund zwölf Millionen Kubikmeter Schlamm über die Anlage und die nahe liegenden Siedlungen.

Von RND/dpa/lf

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