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Panorama Höhere Strafen für Attacken gegen Polizisten gefordert
Nachrichten Panorama Höhere Strafen für Attacken gegen Polizisten gefordert
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15:39 06.05.2010
„Die Zahl der Einsätze nimmt deutlich zu“, sagte der neue Leiter der Bereitschaftspolizei, Bernd Wiesendorf.
„Die Zahl der Einsätze nimmt deutlich zu“, sagte der neue Leiter der Bereitschaftspolizei, Bernd Wiesendorf. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Der Präsident der Zentralen Polizeidirektion Hannover (ZPD) hat ein höheres Strafmaß für Widerstand gegen Polizeibeamte gefordert. Die Gesetze müssten den Entwicklungen angepasst werden, sagte Christian Grahl am Donnerstag. Insbesondere Attacken mit Steinen und Stöcken bei Demonstrationen müssten strenger bestraft werden. Ohnehin habe in der Gesellschaft der Respekt vor der Polizei abgenommen. „Milde Strafen sind ein zu leises Warnsignal an potenzielle Täter.“ Die ZPD Hannover ist verantwortlich für die niedersächsische Bereitschaftspolizei zu der auch die Hundertschaften zählen. Diese werden unter anderem bei Demonstrationen und Fußballspielen eingesetzt.

„Die Zahl der Einsätze nimmt deutlich zu“, sagte am Donnerstag der neue Leiter der Bereitschaftspolizei, Bernd Wiesendorf. Alleine in 2009 seien die Spezialkräfte zu 140 Fußballspielen und 124 Demonstrationen ausgerückt. In diesem Jahr sei im Vorfeld des Castortransportes im Herbst sogar mit noch mehr Einsätzen zu rechen. Dabei schieben einige Führungskräfte der Bereitschaftspolizei einen enormen Berg an Überstunden vor sich her.

Nachwuchssorgen hat die ZPD laut Grahl nicht. Auch der Anteil von Frauen und Polizisten mit Migrationshintergrund sei ansteigend. Im Vorjahr hatten rund zwölf Prozent der Absolventen der Polizeiakademie ausländische Wurzeln.

Die in den Hundertschaften eingesetzten Polizisten kommen in der Regel direkt nach ihrer Ausbildung in die Hundertschaften und bleiben dort ein bis zwei Jahre, ehe sie zu den Polizeidienststellen wechseln. Zuletzt hatten zwei Hundertschaften am 1. Mai den Einsatz in Berlin unterstützt. Dabei war ein Beamter leicht verletzt worden.

dpa