Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Panorama Hurrikan „Bill“ verliert auf Weg über Atlantik deutlich an Stärke
Nachrichten Panorama Hurrikan „Bill“ verliert auf Weg über Atlantik deutlich an Stärke
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:35 23.08.2009
Hurrikan „Bill“ hat deutlich an Stärke verloren.
Hurrikan „Bill“ hat deutlich an Stärke verloren. Quelle: afp (Symbolbild)
Anzeige

Das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA (NHC) warnte jedoch vor hohen Wellen und Strömungen. Auch für die Insel Martha’s Vineyard galt eine Sturmwarnung; dort sollten US-Präsident Barack Obama und seine Familie am Sonntag ihren Urlaub beginnen.
Der Sturm erreichte nach Angaben des NHC in Miami am Sonntagmittag nur noch Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern. Da befand sich der Sturm rund 300 Kilometer östlich von Nantucket im US-Bundesstaat Massachusetts und 445 Kilometer süd-südwestlich von Halifax in Kanada. Er zog mit rund 43 Kilometern pro Stunde Richtung Norden, jedoch in einigem Abstand an der Küste vorbei. Für Sonntag wurde eine weitere Abschwächung von „Bill“ erwartet, da er dann kühlere Stellen des Atlantiks erreicht.

Trotzdem sprach das NHC Sturmwarnungen aus, mehrere Strände an der Ostküste blieben geschlossen. In der Dominikanischen Republik meldeten die Behörden am Saonnabend bis zu drei Meter hohe Wellen wegen „Bill“. Die Inselgruppe Bermuda schloss vorsorglich den Internationalen Flughafen L.F. Wade, dort zog „Bill“ am Sonnabend vorbei.

Die Bootsbesitzer in Martha’s Vineyard im US-Bundesstaat Massachusetts sicherten ihre Yachten. Der Vize-Hafenmeister sagte, die Telefone liefen wegen Fragen zum Hurrikan heiß. Vor der kanadischen Ostküste brachte der Ölkonzern Exxon Mobil 200 Arbeiter einer Bohrinsel in Sicherheit.

Die Bewohner der schicken Insel Martha’s Vineyard rüsteten sich unterdessen für die Ankunft der Präsidentenfamilie, die am Sonntag ihren einwöchigen Urlaub beginnen sollte. Wegen der Sturmwarnungen hatten die Obamas ihren Abflug jedoch bis zum Sonntagabend verschoben.

„Hier herrscht die totale Obamamania“, sagt der Urlauber Robin Howell. „Jeder redet darüber, dass er nach Massachusetts kommt.“ In der Handelskammer der Insel gingen dutzende Anrufe ein, viele Urlauber wollten wissen, in welche Eisdiele die Obamas gehen und welchen Strand sie besuchen würden, um einen Blick auf sie werfen zu können. Restaurants und Cocktail-Bars kreieren eigens für den Präsidenten „Obamaritas“, „Obamatinis“ und den „Obama-Muffin“. „Ich hoffe, ich bekomme ihn irgendwie dazu, einen zu kosten“, sagt eine Café-Besitzerin. „Ich bin sicher, er würde ihn mögen.“

afp