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Panorama Japans erster Weltraumfrachter per Hand an ISS angedockt
Nachrichten Panorama Japans erster Weltraumfrachter per Hand an ISS angedockt
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07:49 18.09.2009
Der japanische Raumfrachter HTV-1. Quelle: afp
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Der Transporter sei etappenweise selbstständig bis auf etwa zehn Meter an die Unterseite der Station herangeflogen. Dann habe ihn US-Astronautin Nicole Stott mit dem ISS-Greifarm „eingefangen“ und an den unteren Kopplungsstutzen des amerikanischen „Harmony“-Moduls umgesetzt.

Die komplizierte Operation habe am Donnerstagabend um 23.41 Uhr begonnen. Stott wurde dabei von ihrem Landsmann Michael Barratt und dem Kanadier Robert Thirsk unterstützt.

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Der Frachter war am 10. September an der Spitze einer Trägerrakete des neuen Typs „H-IIB“ vom südjapanischen Weltraumbahnhof Tanegashima aufgestiegen. Während des einwöchigen Fluges wurden mehrere Rendezvous-Manöver durchgeführt und die Systeme überprüft. Der letzte Test fand am sogenannten Parking Point rund 30 Meter von der Station entfernt statt.

Die „HTV“-Schiffe verfügen im Gegensatz zu den russischen „Progress“- und den europäischen „ATV“-Frachtern über kein eigenes automatisches Kopplungssystem. Der zylinderförmige Raumflugkörper wiegt 16,5 Tonnen, ist zehn Meter lang und hat einen Durchmesser von 4,4 Metern. Er kann rund sechs Tonnen Nachschub auf die Umlaufbahn bringen. Bei seinem Jungfernflug hatte er aber nur 3,5 Tonnen Apparaturen für das japanische Forschungsmodul KIBO und Lebensmittel an Bord.

Der Transporter soll bis 3. November angedockt bleiben. Mit Stationsmüll beladen, wird er dann abgekoppelt und gezielt über dem Pazifik zum Absturz gebracht.

ddp