"King of Queens"-Star Leah Remini fürchtet sich vor Scientology
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12:26 26.10.2015
Foto: "King of Queens"-Darstellerin Leah Remini veröffentlicht im November ihre Autobiografie.
"King of Queens"-Darstellerin Leah Remini veröffentlicht im November ihre Autobiografie. Quelle: Peter Foley
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Los Angeles

"Wenn man Tom Cruise kritisiert, kritisiert man auch automatisch Scientology. Dann bist du das Böse." Leah Remini lässt in einem Interview mit dem TV-Sender ABC kein gutes Haar an ihrem ehemaligen Sekten-Bruder. Die "King of Queens"-Schönheit hatte die Church of Scientology 2013 verlassen und wird seither von anderen Promi-Scientologen geschnitten und öffentlich beleidigt. So wie von Kirstie Alley, die ihre langjährige Freundin als "widerlich und abstoßend" beschimpfte.

Remini verrät, dass sie als kleines Mädchen mit ihrer Familie in die Church of Scientology eingetreten war. 2005 bekam sie zum ersten Mal zu spüren, wie es ist, wenn man sich mit der Sekte anlegt. Bei der Hochzeit von Tom Cruise und Katie Holmes in Italien hatte sie den Ober-Scientologen David Miscavige konfrontiert, weil seine Frau Shelly seit Monaten nicht mehr gesehen worden war.

Die Konsequenz: "Als ich zurück in die Staaten kam, wurde ich zur Sicherheitsüberwachung ins Hauptquartier nach Florida beordert. Sie haben mich monatelang verhört und mich manipuliert, bis ich versprach, das Thema Shelly Miscavige fallen zu lassen." Die Rechnung für die "Behandlung" bekam sie kurz darauf: 300.000 Dollar.

"Man verliert den Bezug zur realen Welt"

Mit der Unterstützung ihrer engsten Freundin Jennifer Lopez brachte Remini vor zwei Jahren den Mut auf, mit Scientology zu brechen: "Man verliert als Scientologe den Bezug zur realen Welt. Es ist immer nur noch 'Die gegen uns'. Wenn du dich entscheidest zu gehen, gibst du alles auf, was du jemals gekannt hast."

Remini tat es trotzdem, ihrer elfjährigen Tochter Sophia zuliebe: "Ich wollte mein Kind nicht das durchmachen lassen, was ich durchgemacht habe. Ich habe echt verrückten Scheiß erlebt, seitdem ich sieben Jahre alt bin. In zehn Jahren hätte sich Sophia von mir lossagen müssen, wenn ich nicht mehr ein Mitglied gewesen wäre. Das wäre nicht gut für sie gewesen.“

Remini fürchtet, dass sie mit ihrer neuen Autobiografie, die im November herauskommt, erst recht ins Fadenkreuz der Church of Scientology gerät: "Wenn du gehst, sollst du es leise tun. Aber wenn du was  Öffentliches von dir gibst, wirst du als 'Unterdrückende Person' von Scientology verdammt. Aber ich werde mir von niemanden mehr vorschreiben lassen, mit wem ich reden darf."

Von Dierk Sindermann

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