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Panorama Mindestens 13 Tote bei Massaker auf Teenager-Party
Nachrichten Panorama Mindestens 13 Tote bei Massaker auf Teenager-Party
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09:06 24.10.2010
Bei einem Massaker in Mexiko sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen.
Bei einem Massaker in Mexiko sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Quelle: ap
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Es war das dritte Massaker dieser Art in Ciudad Juárez in diesem Jahr.

„Die Opfer feierten im Hof des Hauses eine Party, als maskierte Männer in dunklen Uniformen und mit Gewehren in mehreren Kleinbussen eintrafen, einbrachen und wahllos auf die Menschen innen schossen“, sagte ein Polizeibeamter, der nicht namentlich genannt werden wollte. Die Täter hätten ihre Opfer während der Schießerei beleidigt, berichteten Augenzeugen. Demnach dauerte der Überfall, der um 01.40 Uhr Ortszeit begann, etwa fünf Minuten.

Das Motiv für die grausame Tat sei unklar, sagte der Staatsanwalt des mexikanischen Bundesstaats Chihuahua, Carlos Manuel Salas, auf einer Pressekonferenz. Demnach starben bei dem Angriff 13 Menschen, weitere 20 wurden verletzt. Medienberichten zufolge gab es sogar 15 Tote, darunter eine Siebenjährige. Fünf Verletzte schwebten demnach in Lebensgefahr. Unter den Toten seien fünf Frauen im Alter 16 bis 24 Jahren sowie die 30-jährige Besitzerin des Hauses, in dem die Party stattfand.

Der Überfall erinnere an Racheakte im Drogenmilieu, hieß es. Fernsehbilder zeigten Leichen neben in einer Garage geparkten Autos. Schuhe, Flaschen und Essensreste lagen zwischen Blutlachen verstreut. Nachbarn brachten Verletzte in Krankenhäuser, weil es nicht genug Rettungswagen gab. Den Medien gegenüber hielten sich die Nachbarn bedeckt. „Bitte geht weg, macht mich nicht verwundbar“, sagte eine Frau. „Ich kann nicht reden. Wenn ich es täte, würden die Mörder zurückkehren. Sie haben uns gewarnt.“

Ciudad Juárez mit 1,2 Millionen Einwohnern ist eine der Kriminalitätshochburgen Mexikos. In der Stadt an der Grenze zu den USA wurden in den vergangenen drei Jahren rund 6500 Menschen ermordet. Im Norden des mittelamerikanischen Landes gab es in den vergangenen Monaten mehrere ähnliche Gewaltverbrechen, etwa im Juli in der Stadt Torréon, als 18 Gäste einer Party erschossen wurden; in Ciudad Juárez wurden Ende Januar 16 jugendliche Partygäste getötet, Mitte Juni kam 19 Menschen bei einem Überfall auf eine Drogenentzugsklinik ums Leben. Landesweit gab es seit Jahresanfang bereits sieben derartige Massaker.

In Mexiko liefern sich Drogenkartelle bittere Kämpfe um die Vorherrschaft auf dem Rauschgiftmarkt. Seit Beginn einer Regierungsoffensive gegen den Drogenhandel im Dezember 2006 starben mehr als 28.000 Menschen. Die Regierung unter Präsident Felipe Calderón setzt im Kampf gegen die Drogenbanden zur Unterstützung der Polizei mehr als 50.000 Soldaten ein.

afp

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