Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Panorama Nabu schlägt Alarm wegen vergifteter Vögel
Nachrichten Panorama Nabu schlägt Alarm wegen vergifteter Vögel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:10 08.09.2009
Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat wegen der wachsenden Zahl vergifteter Greifvögel Alarm geschlagen. Quelle: Handout
Anzeige

Das teilte der Nabu-Niedersachsen am Sonntag nach seiner Landestagung in Celle mit. Eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Umweltkriminalität müsse geschaffen werden, um Artenschutzverstöße konsequent verfolgen zu können. Alle bisherigen Ermittlungen hätten nicht zur Feststellung der Täter geführt. Für die Köder seien auch für Menschen gefährliche Gifte verwendet worden.

Untersuchungen der von der Polizei sichergestellten Vogelkadaver hätten ergeben, dass die Insektizide Carbofuran und Mevinphos in den Ködern verwendet worden seien. Carbofuran sei ein hochgiftiges, verbotenes Insektizid, das auch stark wasser- und umweltgefährdend sei und bereits bei versehentlichem Kontakt auch für den Menschen lebensbedrohend sein kann. Die Wirkung von Mevinphos sei vergleichbar. Zu den vergifteten Greifvögeln hätten auch streng geschützte Arten gezählt wie der Rot- und Schwarzmilan und mehrere Rohrweihen.

Anzeige

Auf Kritik der Naturschützer stießen auf der Tagung Bestrebungen in Niedersachsen, bei Bauvorhaben neben dem bisher erforderlichen Flächenausgleich auch ein Ersatzgeld als gleichwertig zu akzeptieren. Um eine wachsende Versiegelung der Landschaft zu verhindern, müssen bisher etwa beim Bau einer Autobahn oder Fabrik an anderer Stelle Ersatzflächen in der Natur geschaffen werden. Stattdessen auch eine Geldzahlung vorzusehen, sei nicht in Ordnung, erklärte der Nabu. Einen Ablasshandel auf Kosten von Natur und Umwelt dürfe es nicht geben.

lni