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Panorama Polizei droht Trittbrettfahrern
Nachrichten Panorama Polizei droht Trittbrettfahrern
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20:01 28.07.2016
Nach dem Amoklauf von München hat die Polizei Trittbrettfahrer vor Konsequenzen gewarnt. Quelle: dpa/Polizei München/Facebook
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München

"Es gibt zur Zeit Menschen, die meinen, es sei ein 'Spaß', mit der Angst seiner Mitmenschen zu 'spielen'", schrieb die Polizei München am Donnerstag auf ihrer Facebookseite. "Dieses widerliche Verhalten kann nicht nur strafrechtliche Folgen haben, es werden auch erhebliche finanzielle Konsequenzen auf den Einzelnen zukommen."

Jede Meldung werde geprüft, jeder Verursacher ermittelt, erklärte die Polizei weiter und schrieb: "Wer absichtlich und grundlos einen Polizeieinsatz auslöst, muss die Kosten dafür übernehmen. Es gibt dabei keine finanzielle Obergrenze."

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"Ein ganzes Leben lang abbezahlen"

Die Polizei nannte mehrere Beispiele: "Pro eingesetztem Beamten und Stunde stellen wir jeweils 54 Euro in Rechnung. Kommt ein Hubschrauber zum Einsatz, werden 3460 Euro pro Stunde in Rechnung gestellt", erklärten die Ermittler. "Werden mehrere Hundertschaften samt Hubschrauber eingesetzt, kommt sehr schnell ein Betrag zusammen, den derjenige dann ein ganzes Leben lang abbezahlen muss."

Diese Warnung gehe aber nur an Personen, die wissentlich und absichtlich eine Falschmeldung in die Welt setzten und so einen Polizeieinsatz provozierten, erklärten die Ermittler. "Wer nach besten Wissen und Gewissen den Polizeinotruf verständigt, muss sich keine Sorgen machen."

Aus Spaß eine Straftat angedroht

Nach dem Amoklauf vom vergangenen Freitag hatten nach Polizeiangaben mehrere Menschen vor allem in sozialen Netzwerken Straftaten angedroht. In der Vernehmung gaben sie dann unter anderem an, dass sie provozieren wollten oder aus Spaß gehandelt hätten.

Ein 18 Jahre alter Münchener hatte am Freitag neun Menschen getötet, bevor er sich selbst erschoss. Der Amoklauf hielt die bayerische Landeshauptstadt für Stunden im Griff.

afp/RND/wer

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