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Panorama Neonazi-Musiker wegen Volksverhetzung verurteilt
Nachrichten Panorama Neonazi-Musiker wegen Volksverhetzung verurteilt
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11:30 03.11.2009
Der hauptangeklagte Sänger und Texter der Gruppe muss 3000 Euro Strafe zahlen. Quelle: ddp (Archiv)
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Der mitangeklagte Schlagzeuger aus dem nordhessischen Melsungen erhielt eine Geldstrafe von 3600 Euro. Beide waren nach Überzeugung des Gerichts an der CD „Geheime Reichssache“ beteiligt, die zahlreiche menschenverachtende Texte enthält.

Die Staatsanwaltschaft, die Haftstrafen zur Bewährung verlangt hatte, will Berufung gegen das Urteil einlegen. Angesichts der menschenverachtenden Mordhetze gegen Juden auf der CD seien Geldstrafen nicht ausreichend, sagte Oberstaatsanwalt Hans-Hugo Heimgärtner. Läge die Herstellung der CD nicht schon sechs Jahre zurück, hätte er Haftstrafen ohne Bewährung gefordert.

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Die Verteidigung hatte für den Hauptangeklagten 2000 Euro Geldstrafe und für den Schlagzeuger von „Kommando Freisler“ Freispruch verlangt. Der Name der Band steht im Zusammenhang mit dem berüchtigten Präsidenten des Volksgerichtshofes, Roland Freisler, der während der Nazi-Herrschaft für eine Vielzahl von Todesurteilen verantwortlich war.

Das Verfahren gegen einen dritten Angeklagten hatte das Gericht abgetrennt. Der Mann hatte sich ursprünglich von dem in der vergangenen Woche gestorbenen Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger vertreten lassen wollen.

lni