Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Panorama Neonazis sammeln unfreiwillig für Aussteigerprojekt
Nachrichten Panorama Neonazis sammeln unfreiwillig für Aussteigerprojekt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:18 18.11.2014
Unfreiwillig sind Neonazis in Bayern zu Spendensammlern für ein Aussteigerprojekt geworden.
Unfreiwillig sind Neonazis in Bayern zu Spendensammlern für ein Aussteigerprojekt geworden. Quelle: dpa (Symbolfoto)
Anzeige
Wunsiedel

Am Wochenende hatten 250 Neonazis in der oberfränkischen Stadt Wunsiedel demonstriert - und damit gegen ihren Willen Spenden gesammelt: Für jeden Meter, den die Rechtsextremisten bei dem Aufmarsch zurücklegten, gingen 10 Euro an

das Programm
- gespendet von Unternehmen. 10.000 Euro kamen so zusammen. Die Organisatoren hatten Plakate drucken lassen: „Spenden, marsch!“ oder „Endspurt statt Endsieg“ war darauf zu lesen.

Nach Wunsch der Organisatoren soll die Aktion bundesweit Nachahmer finden. „Wir wollten zeigen: Was kann man machen, welche Handlungsmöglichkeiten gibt es“, sagte Mitinitiator Fabian Wichmann am Montag. „Man kann mehr tun, als die Straße zu blockieren oder die Rollläden zu schließen.“

Wunsiedel kämpft seit vielen Jahren gegen braune Umtriebe. Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß war dort begraben, seine Grabstätte Anziehungspunkt für Neonazis. Inzwischen ist das Grab aufgelöst worden.

dpa

Mehr zum Thema

Der Protest von 3200 Hooligans und Rechtsextremen am Sonnabend in der Innenstadt ist weitgehend friedlich verlaufen. Auch die Gegenveranstaltungen, zu denen sich insgesamt rund 6000 Menschen auf verschiedenen Plätzen der Stadt versammelt hatten, blieben ohne größere Vorkommnisse.

Tobias Morchner 19.11.2014

Die ursprünglich für 12 Uhr geplante Hooligan-Demo beginnt nun schon eine Stunde früher. Die Veranstalter haben die Genehmigung dafür am Freitag erhalten.

14.11.2014

Der Thüringer Rechtsextremist und frühere V-Mann des Verfassungsschutzes, Tino Brandt, ist wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen angeklagt worden. Insgesamt gehe es um 157 Fälle aus den Jahren 2011 bis 2014.

13.11.2014
17.11.2014
17.11.2014
16.11.2014