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Panorama Neue Masche: Strumpfhosen ziehen jetzt alle Blicke auf sich
Nachrichten Panorama Neue Masche: Strumpfhosen ziehen jetzt alle Blicke auf sich
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16:00 11.11.2018
Bunt für die graue Jahreszeit: Strümpfe in Knallfarben, in diesem Fall von Marc Cain, sind in diesem Winter Trumpf. Quelle: Marc Cain/dpa
Hannover

Strumpf ist schon lange nicht mehr Trumpf. Selbst bei Minusgraden staksen Models, Schauspielerinnen und Modebloggerinnen mit nackten Beinen über rote Teppiche. Geadelt wurde der barbeinige Auftritt nicht zuletzt 2017, als die spätere Herzogin Meghan anlässlich ihrer Verlobung mit Prinz Harry strumpflos zum Fototermin unter grauem Novemberhimmel aufmarschierte. Nicht nur die Queen dürfte bei diesem Anblick ein kalter Schauder ereilt haben.

Ansonsten macht die Dominanz der Hose Nylons überflüssig. Pech für die Strumpfindustrie: Machte der Markt für Damenstrümpfe und Strumpfhosen in Deutschland 2010 noch mehr als 800 Millionen Euro Umsatz, prognostiziert das Onlineportal Statista für dieses Jahr rund 660 Millionen Euro – Tendenz weiter fallend.

„Eine Mischung aus Dessous und einem herausragenden Accessoire“

Doch die Hersteller kämpfen um die Kundinnen. So engagierte beispielsweise die Marke Kunert Claudia Schiffer als Zugpferd. Das Ex-Model, das selbst bevorzugt blickdichte, schwarze Strümpfe trägt, schwärmte gegenüber der „Vogue“: „Strümpfe sind für mich eine Mischung aus Dessous und einem herausragenden Accessoire.“ Andere Marken buhlen mit gewagten Farben, Mustern, Stickereien und großformatigem Karo- oder Blumenprint um Aufmerksamkeit.

Zumindest für diese Saison helfen auch die großen Designer dabei, das Image der Strumpfhose aufzuwerten: Unter anderen setzten Chanel, Gucci, Dolce & Gabbana und Alexander Wang für die Herbst- und Winterschauen 2018/2019 die Strumpfhose neu in Szene, indem sie die Beine ihrer Models mit Spitze umhüllten – in Weiß oder Schwarz, mit Glitzer, Blumen- oder Lochmuster. Kombiniert werden die auffälligen Strumpfhosen bevorzugt zu nicht minder ins Auge stechenden Röcken oder Kleidern mit Pailletten, Spitze oder in knalligen Farben.

Spitze, Transparenz und glitzernde Details liegen im Trend. Doch wer sie trägt, sollte sich bewusst sein, dass solche Strumpfhosen alle Blicke auf schöne – oder eben nicht so schöne – Beine lenken. Quelle: Wolford/dpa/gms

Apropos knallig: Die Strumpfhersteller warten noch mit einem zweiten Coup auf. So sollen Pinktöne die graue Jahreszeit aufmischen und eine farbenfrohe Alternative zur klassischen, blickdichten schwarzen Strumpfhose bieten. Fuchsia wird von Modeexperten als Geheimtipp gehandelt. Was man dazu trägt? Möglichst ein Outfit in gleicher Farbe, raten Stilberater.

Wer weniger auffallen will, darf auch auf den Komplettlook verzichten und bunte Strümpfe zu Garderobe in gedeckten Farben anziehen. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass die Beine so erst recht ein Blickfang sind. Und: Ebenso wie glänzende oder zu dicke Strümpfe tragen auch Varianten in knalligen Farben auf. Da dürften dann auch die sogenannten formenden Modelle mit vermeintlichem Shape- oder Stützeffekt kaum dabei helfen, knubbelige Knie oder stämmige Waden zu vertuschen.

Schwarz und Nude schmeicheln

Am Ende ist das hautfarbene Strumpfhosenmodell neben der schwarzen Variante noch das schmeichelhafteste. Doch sollte man unbedingt den richtigen Hautton treffen. Andernfalls haben zu fahle oder zu bräunliche Nylons denselben Effekt wie das falsche Make-up fürs Gesicht – es wirkt so künstlich wie bei einer Schaufensterpuppe.

Letztlich lässt sich nur mit besenreiserfreien Gazellenbeinen à la Meghan nahezu jedes Strumpfhosenproblem lösen. Hier verrutscht kein Muster beim Spitzen- oder Netzmodell, und Fuchsia sieht genauso gut aus wie Orange, großformatiges Schottenkaro oder der ­Nude-Look. Pech für die Strumpfindustrie, dass das weibliche Fußvolk in der Regel nicht mit Herzoginnenbeinen ausgestattet ist.

Von Kerstin Hergt

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