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Panorama Noch keine Entwarnung in Brandenburgs Hochwassergebiet
Nachrichten Panorama Noch keine Entwarnung in Brandenburgs Hochwassergebiet
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19:08 02.10.2010
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Ein Problem sei neben dem hohen Wasserstand der Schwarzen Elster ein weiter hoher Druck auf die aufgeweichten Deiche.

In Bad Liebenwerda (Elbe-Elster) sei der Pegelstand inzwischen unter der Grenze der höchsten Alarmstufe 4. Die Alarmstufe wurde am frühen Abend offiziell aber noch nicht aufgehoben. Der Wasserstand lag nach Angaben des Kreises bei 3,08 Meter. Er sinke um einen Zentimeter pro Stunde. Der Höchststand habe 3,55 Meter betragen.

In Herzberg betrage der Pegel 3,56 Meter. „Mit einem Rückgang von einem Zentimeter pro Stunde bleibt dort die Lage weiter angespannt“, hieß es in einer Mitteilung des Kreises. Der höchste Stand seien 3,69 Meter gewesen. In Herzberg werde voraussichtlich noch am Sonntagmorgen die höchste Alarmstufe 4 bestehen, meinte Brandt. Positiv sei, dass keine großen Wassermengen mehr nachkämen.

In der Nacht zum Samstag mussten die Einsatzkräfte immer wieder Sickerstellen mit Sandsäcken abdichten. Die „kribbeligen“ Stellen seien im Tagesverlauf aber stabil geblieben. Bei Neudeck seien nachts 1500 Säcke mit einen Boot zu gefährdeten Stellen gebracht worden. Das Material konnte nicht mehr auf dem Landweg transportiert werden.

Weiterhin blieben zahlreiche Straßen gesperrt. In der Region seien fast 1400 Helfer im Einsatz. Sie werden von zahlreichen Freiwilligen unterstützt. Nach Kreisangaben sind an den Deichanlagen bisher rund 600.000 Sandsäcke und 7000 Tonnen Kies eingesetzt worden. Zudem wurden 2,5 Kilometer Geovlies verlegt. Das extrem reißfeste Material aus Kunststofffasern verwittert nicht.

An Spree und Neiße hat sich die Lage nach Angaben des Ministeriums entspannt. Der Pegel der Spree in Spremberg sank am frühen Nachmittag auf 3,33 Meter. Für die Spree zwischen der Landesgrenze zu Sachsen und Spremberg galt die Hochwasseralarmstufe 2. In Cottbus lag der Spree-Pegel bei 2,21 Meter. Hochwasseralarm bestand dort nicht. Für die Neiße galt auf der gesamten Länge in Brandenburg die Alarmstufe 1 bei weiter sinkenden Wasserständen. Die am Samstagmorgen noch in Brandenburg eingesetzten Hubschrauber transportieren nach Angaben des Ministeriums jetzt Sandsäcke und Material in Sachsen-Anhalt.

dpa

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