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Panorama Parasiten statt iPhones: New Yorker Apple Store hat ein Bettwanzen-Problem
Nachrichten Panorama Parasiten statt iPhones: New Yorker Apple Store hat ein Bettwanzen-Problem
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10:30 17.04.2019
Der New Yorker Apple-Store ist populär – seit letzter Woche nicht nur für moderne Technik. Quelle: Mark Lennihan / dpa
New York

Der Apple Store in der New Yorker 5th Avenue ist einer der bekannteste auf der ganzen Welt. Doch seit einem Monat hat das Geschäft nicht nur den Ansturm Tausender Touristen zu managen, sondern eine ganz neue Lebensform hat sich in den Verkaufsräumen des Technik-Giganten breit gemacht: Bettwanzen.

Am vergangenen Freitag entdeckten Mitarbeiter des Apple Stores in einem Büro ein stecknadelkopfgroßes Lebewesen. Schnell war klar: Es handelte sich um Bettwanzen. „Es war ein reines Chaos“, sagte ein Mitarbeiter gegenüber der „New York Post“. „Es gab eine regelrechte Massenflucht.“ Alle seien angewiesen worden, ihr Hab und Gut in Plastiktüten zu packen. Ein Hund sei dann in den Laden gebracht worden, der mit seiner feinen Nase die Tiere erschnüffeln sollte. Vor zwei Schließfächern im Personalbereich schlug er schließlich Alarm.

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„Eigentlich dürfte ich nicht zur Arbeit gehen. Ich bin unsicher und ungeschützt“, sagte ein Apple-Mitarbeiter der Zeitung. „Wir waren verängstigt, fühlten uns benutzt und unwichtig, als wären wir nur eine Nummer“, sagte ein anderer.

Offenbar hat der Apple-Store schon länger mit Bettwanzen zu kämpfen. Die Angestellten bestätigten dem Bericht zufolge, dass die Plage schon seit über einen Monat im Apple Store Thema sei. Aber erst am vergangenen Freitag habe das Unternehmen bestätigt, wirklich etwas gefunden zu haben.

Haben Obdachlose die Parasiten ins Geschäft gebracht?

Ein Mitarbeiter schilderte der Zeitung die erste Sichtung von Bettwanzen vor etwa vier Wochen. Während einer Nachtschicht in dem 24-Stunden-Geschäft komme es häufiger vor, dass Obdachlose die warmen Räume aufsuchten. An einem Verkaufstisch im zweiten Stock sei damals eine Bettwanze gesichtet und der Bereich gesperrt worden. Man vermutete, dass sie von einem der Obdachlosen in das Geschäft getragen wurde.

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Das Management beauftragte daraufhin einen Schädlingsbekämpfer und gab den Mitarbeitern gegenüber Entwarnung, berichtet die „New York Post“: Es gäbe keinen Grund zur Beunruhigung mehr. Eineinhalb Wochen später habe ein Nachtdienst-Mitarbeiter aber ein Video von einem der Plagegeister aufgenommen.

Mysteriöse Schließung wegen eines Wasserlecks?

Wieder habe das Unternehmen einen Schädlingsbekämpfer beauftragt, der laut den Mitarbeitern „etwas präventiv herumgesprüht hat“. Danach habe man die Angestellten im Unklaren darüber gelassen, was aus der Plage in dem Geschäft geworden sei. Als das Geschäft, das eigentlich 365 Tage im Jahr geöffnet ist, in der vergangenen Woche plötzlich geschlossen wurde, sei es um ein Wasserleck gegangen, wie einer der Mitarbeiter der „New York Post“ sagte. „Die Kollegen kamen zur Arbeit und wussten nicht einmal, dass sie gar nicht arbeiten müssen. Niemand wusste Bescheid.“ Am vergangenen Freitag habe das Management gegenüber den Mitarbeitern erneut bestätigt, dass es keine Bettwanzen mehr in den Geschäftsräumen gebe.

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Seit 2010 wird New York immer wieder von den kleinen Plagegeistern heimgesucht. Damals mussten einige Bekleidungsgeschäfte sogar schließen, weil es sich die Parasiten dort so richtig gemütlich gemacht hatten.

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Von RND/Moritz Naumann

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