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Panorama Poker-Überfall vor der Aufklärung - erster Räuber stellt sich
Nachrichten Panorama Poker-Überfall vor der Aufklärung - erster Räuber stellt sich
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09:48 17.03.2010
Die Täter des Überfalls auf ein Pokertunier im Hotel Hyatt am 6. März wurden von Videokameras gefilmt und hinterließen zahlreiche Spuren. Quelle: dpa (Archiv)
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Einer der vier Berliner Poker-Räuber hat sich gestellt. Der 21-Jährige sei in Begleitung seines Anwaltes am Montagabend erschienen, sagte der Berliner Polizeisprecher Frank Millert am Mittwoch. Er bestätigte damit Medienberichte. Weitere Einzelheiten werden im Laufe des Tages erwartet. Der 21-Jährige soll zusammen mit drei weiteren Männern am 6. März bei dem Raubüberfall im Luxushotel Grand Hyatt am Potsdamer Platz im Zentrum Berlins 242.000 Euro erbeutet haben. Die Täter wurden von Videokameras gefilmt und hinterließen zahlreiche Spuren.

Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung (Mittwoch) soll der Festgenommene seine Beteiligung an dem Überfall gestanden haben. Kriminalisten hatten dem Quartett ein dilettantisches Vorgehen bescheinigt. Einer der Räuber war von einem Wachmann zeitweise in den Schwitzkasten genommen worden. Ein Komplize konnte ihn zwar wieder wieder befreien, aber ein Foto des Maskierten mit deutlich sichtbaren Augen ging durch die Presse. Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch hatte vor diesem Hintergrund eine schnelle Aufklärung in Aussicht gestellt.

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Nach der Festnahme des 21-Jährigen stürmten laut „Berliner Morgenpost“ Beamte des Berliner Spezialeinsatzkommandos (SEK) am Dienstag die Wohnungen weiterer Tatverdächtiger in Berlin-Kreuzberg. Die Wohnungen seien aber verlassen gewesen. Ob belastendes Beweismaterial gefunden wurde, ist bisher nicht bekannt.

Am vergangenen Wochenende hatte die Polizei bei ihren Ermittlungen noch einen Rückschlag zu verdauen. Einen am Freitag festgenommenen Tatverdächtigen mussten die Beamten einen Tag später wieder laufen lassen. Der Tatverdacht hatte sich nicht bestätigt.

dpa

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