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Panorama Rechtsextreme freuen sich im Internet über Tod des Kasseler Regierungspräsidenten
Nachrichten Panorama Rechtsextreme freuen sich im Internet über Tod des Kasseler Regierungspräsidenten
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18:42 04.06.2019
Kassels Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke wurde erschossen. Quelle: imago images / Eibner
Kassel

Nach dem tödlichen Schuss auf den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke gehen die Ermittlungen weiter. Polizei und Staatsanwaltschaft vermuten nach den bisherigen Erkenntnissen ein Verbrechen, haben aber offenbar noch keine konkreten Hinweise auf das Motiv und den Täter.

Der 65-jährige CDU-Politiker Lübcke war in der Nacht zum Sonntag mit einer Schusswunde auf der Terrasse seines Wohnhauses in dem Dorf Wolfhagen-Istha gefunden worden. Ersten Ermittlungen zufolge starb er an einem Schuss in den Kopf, der aus nächster Nähe abgefeuert wurde.

Getöteter Regierungspräsident erhielt Morddrohungen

Laut lokalen Medien galt Lübcke als beliebt. Dennoch erhielt er in den vergangenen Jahren immer wieder Drohungen. Darunter auch von sogenannten Reichsbürgern, „die sich vielfach in unverschämten Schreiben an uns wenden und auch Drohungen gegen den Präsidenten ausrichten“, so der Stellvertretende Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber gegenüber demHessischen Rundfunk.

Zeitweise habe der getötete Regierungspräsident sogar unter Polizeischutz gestanden, nachdem er Morddrohungen erhalten habe. Wie „Lokalo24“ berichtet, war 2015 eine Info-Veranstaltung über die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Lohfelden ausgeartet. Lübcke soll dort von Anhängern einer Kasseler Pegida-Sektion provoziert worden sein. Er habe sich gegen Schmährufe zur Aufnahme von Flüchtlingen gewehrt und gesagt, wer gewisse Werte des Zusammenlebens nicht teile, könne das Land verlassen.

Auf die Frage, ob die Tat in Zusammenhang mit früheren Morddrohungen gegen Lübcke wegen dessen Haltung zu Flüchtlingen stehen könnte, gebe es bislang keine Erkenntnisse, sagte Oberstaatsanwalt Horst Streiff bei einer Pressekonferenz am Montagabend.

Rechtsextreme freuen sich über Tod von Lübcke

Nach dem Zwischenfall 2015 war auf dem rechtsextremen Blog „PI-News“ die Adresse Lübckes veröffentlicht worden. Kommentatoren riefen dazu auf, dem Politiker einen Besuch abzustatten. Eine Userin schrieb dazu: „Der Kasper aus Kassel macht’s nicht mehr lange“, wie Journalist Robert Andreasch bei Twitter veröffentlichte.

Und auch nach seinem Tod gehen Häme und Spott von Rechts gegen den CDU-Politiker weiter. Auf Facebook schrieb ein Nutzer: „Selbst schuld, kein Mitleid, so wird es Merkel und den anderen auch ergehen“. Ein anderer kommentierte die Nachricht von Lübckes Tod mit „Endlich eine gute Nachricht“.

Mehrfach wird in den sozialen Medien von „Karma“ gesprochen oder, dass sich das „Mitleid in Grenzen“ halte.

Lesen Sie auch: Regierungspräsident Lübcke: Aus nächster Nähe erschossen

Von RND/dpa/mat

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