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Panorama 100 Tote und große Schäden nach Zyklon in Mosambik und Simbabwe
Nachrichten Panorama 100 Tote und große Schäden nach Zyklon in Mosambik und Simbabwe
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22:55 17.03.2019
Die Bauern schauen, was von ihren Feldern nach dem Sturm „Idai“ noch übrig ist.
Die Bauern schauen, was von ihren Feldern nach dem Sturm „Idai“ noch übrig ist. Quelle: imago images / Xinhua
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Harare/Beira

Hunderttausende Menschen sind seit Tagen von der Außenwelt abgeschnitten, mindestens 100 tot, Hunderte verletzt und unzählige Häuser überflutet. Nach Eindrücken von Helfern zeichnet sich im Zentrum Mosambiks eine humanitäre Katastrophe infolge des starken Tropensturms „Idai“ ab.

Die Küstenstadt Beira mit rund 500 000 Einwohnern war seit Donnerstagnacht ohne Strom, Kommunikationsnetz und Landverbindung zur Außenwelt. Das Rote Kreuz und das UN-Kinderhilfswerk Unicef betonten am Sonntag, das Ausmaß der Schäden sei immer noch nicht absehbar. Das Welternährungsprogramm (WFP) will in der Unglücksregion in Kürze rund 600 000 Menschen mit Nahrungsmittelhilfe unterstützen.

„Idai“ war in der Nacht zum Freitag mit Windböen bis zu 160 Stundenkilometern vom Indischen Ozean her kommend bei Beira auf Land gestoßen. Der Zyklon hatte die Stärke vier von fünf. Es kam zu Sturmfluten und schweren Regenfällen.

Die Zahl der Opfer könnte steigen

Mindestens 68 Menschen starben im Zentrum Mosambiks, Hunderte weitere wurden verletzt, wie ein Sprecher des Katastrophenschutzes, Paulo Tomas, erklärte. Rund 180 Schulgebäude seien schwer beschädigt worden. In Beira seien mindestens 700 Häuser komplett zerstört. Helfer befürchteten, dass die Opferzahl weiter steigen könnte.

„Während wir das volle Ausmaß des Schadens immer noch nicht abschätzen können, gehen wir davon aus, dass Tausende Menschen durch den Zyklon obdachlos geworden sind“, erklärte der Unicef-Sprecher in Mosambik, Daniel Timme. „Durch die Überschwemmungen drohen Durchfallerkrankungen. Dies ist besonders gefährlich für die Schwächsten, und das sind in dieser Situation Frauen und Kinder.“ Es sei anzunehmen, dass viele Schulen, Krankenstationen, die sanitäre Infrastruktur und die Wasserversorgung in dem Gebiet zerstört seien.

100 Menschen werden in Simbabwe noch vermisst

Von Beira aus zog der Zyklon über Land abgeschwächt weiter ins nahe Simbabwe. Im Osten Simbabwes, in der Nähe des Ortes Chimanimani, kamen infolge von Überschwemmungen mindestens 40 Menschen ums Leben, wie die amtierende Informationsministerin Sekai Nzenza am Sonntag sagte. Rund 100 weitere Menschen gelten dem Katastrophenschutz zufolge weiterhin als vermisst. Zahlreiche Häuser, Straßen und Felder seien überflutet. Retter konnten mehrere Orte wegen eingestürzter Brücken zunächst nicht erreichen.

Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa erklärte wegen der Folgen des Zyklons den Notstand. Die Regierung arbeite „rund um die Uhr, um die Katastrophe zu bewältigen“. Hilfswerke wie Rotes Kreuz und Unicef riefen in Deutschland zu Spenden für Mosambik und Simbabwe auf.

Bereits Anfang der Woche war es in Mosambik und im angrenzenden Süden Malawis zu heftigem Regen und zu Überflutungen gekommen, in deren Folge in Mosambik 66 Menschen starben. Im angrenzenden Malawi gab es mehr als 50 Opfer.

In Mosambik hatte der Zyklon „Favio“ 2007 rund 130 000 Häuser beschädigt und Zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen. Mosambik gehört einem UN-Index zufolge zu den zehn ärmsten Ländern der Welt.

Von dpa/RND