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Panorama TÜV-Süd-Mitarbeiter nach Dammbruch in Brasilien festgenommen
Nachrichten Panorama TÜV-Süd-Mitarbeiter nach Dammbruch in Brasilien festgenommen
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15:03 29.01.2019
Ein zerstörtes Auto liegt in Brasilien im Schlamm. Die Lawine rollte durch mehrere Dörfer. Quelle: Rodney Costa/ dpa
Belo Horizonte

Nach dem Dammbruch an einer Eisenerzmine in Brasilien hat die Polizei zwei Mitarbeiter des Münchner Unternehmens TÜV Süd festgenommen. „Wir können zum jetzigen Zeitpunkt bestätigen, dass zwei Mitarbeiter von TÜV Süd in Brasilien verhaftet wurden“, teilte die Firma am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit. „Aufgrund der laufenden Ermittlungen können wir zurzeit keine weiteren Auskünfte geben. Wir unterstützen die Ermittlungen vollumfänglich.“ Der TÜV Süd hatte im vergangenen Jahr die Dämme an der Mine geprüft.

Zudem nahm die Polizei drei Mitarbeiter der Betreiberfirma Vale fest, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Bergbaukonzern erklärte, das Unternehmen arbeite mit den Behörden zusammen. „Vale wird die Ermittlungen weiterhin unterstützen, um die Fakten zu klären“, hieß es in einer Stellungnahme. Die Polizei durchsuchte zudem die Niederlassung von Vale in Nova Lima und Geschäftsräume eines externen Dienstleisters in São Paulo.

279 Menschen vermisst: Hoffnung auf Überlebende schwindet

Der Damm an der Mine Córrego do Feijão nahe der Ortschaft Brumadinho im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais war am Freitag gebrochen. Eine Schlammlawine rollte über Teile der Anlage und über benachbarte Siedlungen hinweg und schlug eine Schneise der Zerstörung.

Die Zahl der bestätigten Todesopfer stieg bis Dienstag auf 65, wie der Zivilschutz mitteilte. 279 weitere Menschen wurden noch vermisst. Die Zahl der Todesopfer dürfte demnach noch steigen. „Leider ist es sehr unwahrscheinlich, noch Überlebende zu finden“, sagte Feuerwehrsprecher Pedro Aihara im Fernsehsender Globo News.

In Rio de Janeiro erinnerten Demonstranten mit einer Kunstperformance an die Opfer des Unglücks und erhoben schwere Vorwürfe gegen Vale. Rotbraun beschmierte Menschen legten sich vor das Hauptquartier des Bergbaukonzerns im Stadtteil Botafogo und hinterließen ihre Handabdrücke an einer Glaswand. Eine schwarz verhüllte Frau trat als Tod auf, weitere Demonstranten enthüllten Plakate und beschrieben die Wände mit Slogans wie „Es war kein Unfall, es war ein Verbrechen“, „Mörder“ und „Gerechtigkeit für Brumadinho“.

Schlammlawine gab es in Brasilien schon einmal

An der Unglücksstelle setzten die Einsatzkräfte die Such- und Bergungsarbeiten fort. Neben lokalen Feuerwehrleuten und Mitarbeitern des Zivilschutzes beteiligten sich auch rund 130 Soldaten aus Israel an dem Einsatz. Sie bargen weitere Leichen aus den Schlammmassen. Die letzten Überlebenden waren am Samstagmorgen gefunden worden.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Damm in einem Eisenerz-Bergwerk in Brasilien bricht. 2015 trat Schlamm aus dem geborstenen Klärbecken einer Mine 250 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro. Mit fatalen Folgen: So mussten neun Tonnen tote Fische aus dem Fluss Rio Doce entfernt werden.

Von RND/ dpa

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