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Panorama Tödliche Fahrt nach Feierabend
Nachrichten Panorama Tödliche Fahrt nach Feierabend
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10:26 21.04.2012
Der Motor wurde herausgerissen, als das Auto gegen einen Baum prallte.
Der Motor wurde herausgerissen, als das Auto gegen einen Baum prallte. Quelle: Meyland
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Bierde

Drei junge Männer sind am Freitagmittag bei einem schweren Verkehrsunfall im Heidekreis ums Leben gekommen. Die gegen 12.20 Uhr herbeigerufenen Einsatzkräfte der Feuerwehren Hodenhagen und Ahlden konnten die Opfer nur tot bergen - einen 19-Jährigen aus Bierde, einen 19-Jährigen und einen 22-Jährigen aus Böhme. „Die jungen Männer waren auf dem Weg ins Wochenende“, sagte ein Sprecher der Polizei in Soltau. Alle drei waren der Polizei zufolge in einer Firma in Hodenhagen angestellt und hatten Feierabend. Aufgrund der Bergungsarbeiten musste die Landesstraße 159 zwischen Hodenhagen und Bierde bis Freitagnachmittag gegen 16 Uhr gesperrt werden.

Die jungen Männer waren auf der Landesstraße in Richtung Bierde unterwegs, als der Fahrer mit dem Opel Corsa aus ungeklärter Ursache nach rechts von der Straße abkam. „Er hat dann gegengelenkt und ist nach links von der Straße abgekommen“, sagte Polizeisprecher Peter Hoppe. Das Fahrzeug prallte anschließend gegen drei Bäume: zunächst mit der Front, dann mit der Seite und schließlich mit dem Heck. Dabei wurde das Auto herumgeschleudert und kam in umgekehrter Fahrtrichtung auf der Fahrbahn zum Stehen. Der Motorblock wurde bei dem Aufprall herausgerissen und 25 Meter in entgegengesetzte Richtung geschleudert. „Das muss passiert sein, als das Auto mit dem Heck gegen den dritten Baum geprallt ist.“

Die Opfer müssen sofort tot gewesen sein. „Es kam zufällig ein Streifenwagen an der Unfallstelle vorbei, noch bevor überhaupt eine Unfallmeldung eingegangen war“, sagte Hoppe. Welcher der drei Männer hinter dem Steuer saß, ist nach Polizeiangaben noch unklar. Einer der Insassen wurde bei dem Unfall aus dem Auto geschleudert. „Die beiden anderen haben wir auf der Rückbank gefunden“, sagte Hoppe. „Das heißt aber nicht unbedingt, dass der dritte Mann gefahren ist.“

Die Mutter eines der verunglückten Männer musste von einem Seelsorger betreut werden. Sie hatte versucht, an die Unfallstelle zu gelangen. Offenbar hatten Bekannte in vorbeifahrenden Autos den Unfallwagen erkannt und die Familie informiert, bevor die Straße gesperrt werden konnte.

Dirk Meyland und Karl Doeleke

20.04.2012
20.04.2012
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