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Panorama Säugling wurde vermutlich umgebracht
Nachrichten Panorama Säugling wurde vermutlich umgebracht
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12:35 09.03.2016
Foto: Nach dem Fund einer Babyleiche in Berlin-Lichtenberg gehen die Ermittler nach Polizeiangaben von einem Tötungsdelikt aus.
Nach dem Fund einer Babyleiche in Berlin-Lichtenberg gehen die Ermittler nach Polizeiangaben von einem Tötungsdelikt aus. Quelle: Paul Zinken
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Berlin

Nach dem Fund einer Babyleiche in Berlin-Lichtenberg gehen die Ermittler nach Polizeiangaben von einem Tötungsdelikt aus. Die Obduktion habe ergeben, dass das Mädchen lebend zur Welt gekommen sei, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Das Neugeborene war demnach in zwei Handtücher und eine Plastiktüte eingewickelt, als ein Fußgänger es am Dienstag in einer Grünanlage entdeckte.

Zunächst gab es keine Angaben dazu, ob die Obduktion auch Aufschlüsse über die Todesursache ergeben hat. Im Umfeld des Fundortes wolle die Mordkommission nun mit Plakaten mögliche Zeugen wie Spaziergänger und Anwohner auf den Fall aufmerksam machen, so die Sprecherin. Eventuell würden im Laufe des Tages auch Fotos von Gegenständen veröffentlicht, die bei dem Mädchen gefunden wurden.

Bis in den späten Abend hatten Beamte am Dienstag vor Ort Spuren gesichert und Fotos gemacht. Die Grünanlage liegt zwischen Häuserblöcken in der Nähe eines Ärztehauses und eines Flüchtlingsheims.

Babyleichenfund zuletzt im Januar

Zuletzt war Anfang Januar in Berlin-Neukölln ein toter Säugling gefunden worden. Das Kind lag in einer Babyklappe des Krankenhauses Neukölln. Das tote Mädchen war zu Silvester entdeckt worden. Die Obduktion ergab, dass das 56 Zentimeter große Baby voll entwickelt und lebensfähig war. Die Suche nach der Mutter dauert laut Polizei an.

Ermittelt hat die Polizei dagegen die Mutter eines Säuglings, der im vergangenen November unter einem Laubhaufen in Friedrichshain entdeckt worden war. Altkleidersäcke, die an den Tagen zuvor neben dem Fundort abgestellt worden waren, hatten die Ermittler auf die Spur der 30-Jährigen geführt. Die Frau wurde vernommen, dann aber wegen mangelnder Beweise frei gelassen.

dpa

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